CD/DVD-Beschriftung mit LightScribe

Brennen statt Kritzeln

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Konsument 5/2005 veröffentlicht: 21.04.2005, aktualisiert: 17.05.2005

Inhalt

Nicht nur Schriften, auch grafische Elemente können – einfärbig – aufgebrannt werden.

Beschriften im Brenner möglich

Wer CDs oder DVDs selbst brennt, muss sie auch beschriften. In der Regel nimmt man dazu einen speziellen Stift, den CD-Marker; andere Filzstifte enthalten Lösungsmittel, die die Laserschicht verletzen können. Doch handschriftliche Notizen beleidigen das ästhetische Gefühl vieler User, vor allem jener, denen Schönschreiben nicht in die Wiege gelegt wurde. Besser sind da schon Klebe-Labels, auf die alle möglichen Sujets kopiert werden können. Die haben aber wiederum den Nachteil, dass sie sehr exakt aufgeklebt werden müssen, um Unwuchten zu vermeiden. Und nicht selten wellen sich solche Etiketten, oder sie lösen sich ab.

"Photo printable" - CDs bedrucken  

Diese leidigen Probleme haben die Branche nicht ruhen lassen. Seit einiger Zeit kann man CDs auch bedrucken: Dazu benötigt man nicht nur beschichtete CDs („photo printable“), sondern auch einen Tintenstrahldrucker mit CD-Einschub (samt Tintenpatronen). Alles zusammen eine recht teure Angelengenheit, und der Aufdruck kann (unter Wärmeeinwirkung) verschmieren. Vor kurzem hat Hewlett Packard eine neue Möglichkeit vorgestellt: die LightScribe-Technologie. Diese ermöglicht das Beschriften einer CD/DVD im Brenner: Derselbe Laser, der Daten auf die CD schreibt, brennt umseitig Schriften oder Bilder in die Oberfläche der CD. Auch dafür sind speziell beschichtete Scheiben erforderlich („LightScribe“). Die Schichten sind wischfest und auch einigermaßen kratzfest. Nachteil: Die eingebrannten Motive gibt es nur einfärbig schwarz.

Ausblick in die Zukunft

Das erste Gerät mit eingebauter LightScribe-Technologie ist der Desktop-PC HP Pavilion K831 (Preis 899 Euro). In absehbarer Zeit soll es LightScribe-Brenner zum Einbau bzw. zum Anschließen an einen bestehenden PC geben. Neben HP wollen auch andere Hardware-Hersteller demnächst LightScribe-fähige Laufwerke auf den Markt bringen (LG, Philips, Toshiba). Rohlinge sind derzeit von Verbatim, Imation oder Memorex erhältlich. Sie sind etwa doppelt so teuer wie konventionelle Datenträger.

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Bild: VKI