Chili Green Netbook Neo im Kurztest

Als Zweitgerät ok

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Konsument 5/2009 veröffentlicht: 30.04.2009

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Netbooks sind der letzte Schrei auf dem Computermarkt. Einer der jüngsten Vertreter ist das Chili Green Netbook Neo. Es ist klein, leicht und handlich. Unser Kurztest zeigt: Als Zweitgerät geht es ohne weiteres durch.

Das Chili Green Netbook Neo (Kaufpreis: 349 Euro) wurde exklusiv für den Diskonter Hofer hergestellt und wird derzeit in den Filialen angeboten (Stand 17.03.2009).

CD/DVD-Laufwerk

Das Besondere zuerst: Normalerweise haben Netbooks den großen Nachteil, dass sie kein CD/DVD-Laufwerk bieten. Nicht so Chili Green. Es kommt mit einem externen CD/DVD-Brenner zum Importieren von Software daher. Für den Tevion-Brenner (ebenfalls bei Hofer erhältlich) kommen zwar nochmals 49,99 Euro dazu. Das ist jedoch eine durchaus sinnvolle Investition.

Einfache Installation

Der Mini-Computer installiert sich beim ersten Einschalten selbst. Wer einigermaßen erfahren im Umgang mit PC`s ist, hat mit den Installationsabfragen keine Probleme. Nach rund zehn Minuten ist das Gerät startklar. Erhältlich ist es in schwarz oder weiß. Die Aufmachung in Lackoptik ist nicht jedermanns Sache, machen sich doch auf dieser Oberfläche Fingerabdrücke unschön bemerkbar. Mit einer Bildschirmdiagonale von 10,1 Zoll (25 cm) eignet sich der Kleine gut für unterwegs, zB zum schnellen E-Mail schreiben und lesen. Der Bildschirm bietet eine Auflösung von 1024 x 600 Pixel. Dabei ist die durch die geringe Bildschirmabmessung bedingte kleinere Schrift ein Kompromiss.

Das mit 1,5 Kilogramm (inkl. Lithium-Ionen Akku) doch geringe Gewicht des Mini-Computers erweist sich unterwegs als angenehm.

Das Netbook verfügt über relativ breite Tasten. Geübte User werden fast blind schreiben können. Konzentration ist aber angesagt. Denn die Tastatur ist deutlich schmäler als die Standardversion. Anfangs sicher am meisten störend: Für die rechte Hand gibt es nur eine kleine „Enter“-Taste, und die Umschalttaste ist ungewöhnlich positioniert. Ein extra Nummernblock fehlt und auch die teilweise unübliche Belegung der Tasten erschwert die Handhabung. Eine Maus lässt sich zwar anschließen, ist im Lieferumfang aber nicht enthalten. Die Wippe für den Ersatz der linken und rechten Maustaste ist nicht unbedingt userfreundlich. Das nötige kräftige Drücken auf die Wippenknöpfe ist gewöhnungsbedürftig.

Troubleshooting

Praktisch ist eine sogenannte „Recovery CD“, die im Lieferumfang enthalten ist. Dieser Notfalls-Datenträger erweist dem User nützliche Dienste falls das System einmal abstürzen sollte. Voraussetzung ist allerdings ein externes Laufwerk.

Gut ausgestattet

Das Chili Green Netbook arbeitet mit dem Betriebssystem Windows XP. Der Intel Atom Prozessor ermöglicht stromsparendes Arbeiten. Durch das integrierte Bluetooth-Modul ist drahtlose Kommunikation mit anderen Geräten möglich, beispielsweise das Synchronisieren von Handy-Adressdaten.

Drei USB-Anschlüsse stehen zur Verfügung. Wer also eine externe Maus oder Tastatur verwenden will, kann das problemlos tun. Die Internet-Verbindung funktioniert über LAN oder kabellos per WLAN.

Umfangreiches Programmangebot

Der Winzling punktet mit einer umfangreichen Liste an mitgelieferten Programmen: von Cyberlink Power DVD zum Abspielen von Videos über Coral Home Office für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation bis hin zur Fotosoftware. Außerdem ist ein Virenschutzprogramm für 90 Tage integriert. Nützlich ist das eingebaute Karten-Lesegerät zum kabelfreien Überspielen der Fotos von der Digitalkamera. Ebenfalls dabei: eine Webcam mit 1,3 Megapixel.

Musikhören ist mit den eingebauten Mini-Lautsprechern nicht wirklich ein Ohrenschmaus. Der Klang kommt eher blechern. Für die Ton-Wiedergabe von kürzeren Filmen wirkt sich das aber nicht besonders störend aus. Durch gute Kopfhörer lässt sich das Klangergebnis entsprechend verbessern. Auch für einfachere 3D-Compterspiele ist der kleine Begleiter durchaus geeignet.

Leistungsdaten nicht überwältigend

Leistungsrekorde darf sich der User nicht erwarten. Die im Werbetext mit bis zu viereinhalb Stunden angekündigte Akkulaufzeit reichte in unserem Test gerade mal für zwei Stunden. Auffällig: Der Mini braucht auch im Stand by-Betrieb relativ viel Strom. Das bedeutet, nach einem Tag im Standby-Modus ist der Akku leer. User, die also längere Zeit ohne Netzanschluss auskommen müssen, sind gut beraten den Kleinen zwischendurch auszuschalten. Zuklappen allein reicht nicht aus, da das Netbook dadurch im Stand by-Modus verbleibt.

Die Festplatte verfügt über 160 GB Speicherplatz, was durchaus in Ordnung ist. Der Arbeitsspeicher mit rund einem GB ist hingegen nicht gerade üppig.

Resümee : Für herkömmliche Anwendungen ist das Chili Green Netbook Neo ausreichend. So leistungsfähig und vielseitig wie ein Notebook ist der Winzling freilich nicht. Wer es als mobiles Zusatzgerät verwenden will, wird daran seine Freude haben. Der Preis ist mit 349 Euro in Ordnung, der externe Brenner zu 49,99 Euro empfehlenswert.

Bewertung

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Bild: VKI