Datensicherung: Backup & Archivierung

Nicht für die Ewigkeit

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Konsument 10/2007 veröffentlicht: 19.09.2007

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Daten auf Festplatten können verloren gehen. Ein Backup, also die rechtzeitige Datensicherung, ist die Vorsorge für den Notfall und deutlich billiger als nachträgliche professionelle Datenrettungsversuche.

Diebstahl, Virus, defekte Festplatte

Die Zerstörung der Bibliothek von Alexandria war ein Verlust für die gesamte antike Welt. Heutzutage fasst die Festplatte Ihres Computers möglicherweise mehr Daten, als dort gesammelt waren. Gingen sie verloren, wäre dies kein weltbewegendes Ereignis, aber eine private Katastrophe.

Der Diebstahl Ihres Notebooks, ein Virus, ein Defekt der Festplatte … Es gibt etliche Bedrohungsszenarien, die für ein Backup, also die regelmäßige Datensicherung auf externen Speichermedien, sprechen.

So sind die Informationen zumindest doppelt vorhanden und können bei Bedarf wiederhergestellt werden. Wobei mit Backup nicht unbedingt das händische, sondern das automatisierte Kopieren mittels Software gemeint ist. Dies ist einfacher, überschaubarer und sicherer und z.B. beim Sichern von Programmen die einzige Möglichkeit, eine funktionsfähige Kopie zu erhalten.

Programme und Dateien trennen

Um eine gewisse Grundordnung auf Ihrer Festplatte kommen Sie trotzdem nicht herum. Sinnvoll ist die Trennung zwischen den Programmen und den „eigenen Dateien“, wie der Ordner unter Windows standardmäßig heißt. Diesen wiederum sollten Sie in Texte, Musik, Bilder, Videos etc. untergliedern.

Im Detail bieten dann Music-Player („Windows Media Player“, „iTunes“), Bildarchivierungssoftware („Google Picasa“, „ACDSee“, „iPhoto“) und andere spezialisierte Programme Funktionen zur Erstellung einer übersichtlichen Struktur bzw. zum leichten Wiederauffinden. Zwecks zusätzlicher Abgrenzung können Sie mit Software wie „Partition Magic“ ( www.symantec.com/de ) oder „Partition Manager“ ( www.partitionsmanager.de ) für diese Dateien eine eigene Partition (Abteilung) auf Ihrer Festplatte einrichten.

Lesen Sie auch Teil 2 dieses Artikels in "Konsument" 11/2007 [ Datenarchivierung: Ordnung auf der Festplatte  ]

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Kommentare

  • Eigene Daten auf eigene Partition
    von Mag Zirnig am 29.01.2010 um 02:54
    Die Vorgabe von Microsoft, persönlich erstellte Daten im Ordner Eigene Dateien auf dem Betriebssystem-Laufwerk C:\ abzulegen, sollte man tunlichst ignorieren und eine getrennte Festplattenpartition für seine wertvollen Nutzdaten anlegen. Windows ist auch in der Version 7 anfällig für Abstürze, Unverträglichkeiten mit anderen installierten Programmen, Manipulationen aus dem Internet und Virenverseuchung. Liegen die Nutzdaten auf der gleichen Partition wie das Betriebssystem, werden sie unweigerlich in Mitleidenschaft gezogen. Windows kann jederzeit neu installiert oder mit einem zuvor gesicherten Abbild der Betriebssystempartition (Image) wiederhergestellt werden und ist dann sofort wieder einsatzbereit. Nutzdaten werden aber meist nicht laufend gesichert, und die Suche nach dem richtigen Backup und die Überprüfung dieser Daten nach einer Neuinstallation kostet Zeit und Nerven. Liegen sie hingegen auf einer anderen Partition, bleiben sie von Systemproblemen verschont. Für das Partitionieren empfiehlt sich der Easeus Partition Manager, der nicht nur kostenlos ist, sondern auch schlanker und intuitiver zu bedienen als die im Artikel erwähnte Kaufsoftware. Eine klare Trennung von Betriebssystem, Anwendungssoftware, Spielen und selbst erstellten Nutzdaten durch eigene Festplattenpartitionen hat aber noch andere Vorteile: Bei Backups und Wartungsarbeiten wie Virensuche oder Festplatten-Defragmentierung ist man schneller und flexibler, wenn man kleinere sortenreine Laufwerke bearbeiten kann. Die Suche nach bestimmten Dateitypen - Textdokumente, Bild-, Video- und Musikdateien, Anwendungssoftware, Spiele und Nachschlagewerke – wird damit beschleunigt und die Anordnung der eigenen Nutzdaten wird übersichtlicher, wenn es große Überschriften in Form von Laufwerksbuchstaben und –namen gibt anstatt eines verschachtelten Dateiverzeichnisses mit unzähligen Unterordnern. Der einzige Vorteil, den ich bei Microsofts Eigene Dateien -Ordner erkennen kann, besteht darin, dass er Teil des Benutzerprofils ist und damit für andere unzugänglich, wenn sich mehrere Personen die PC-Benutzung teilen. Das kann man allerdings auch dadurch erreichen, dass man seine eigenen Ordner an beliebigen Speicherorten mit einem Kennwort versieht. Die Explorer-Alternativen FreeCommander und Total Commander mit zwei Verzeichnissen nebeneinander sind Gold wert, wenn man Dateien und Ordner vergleicht, verschiebt und kopiert – also auf der Festplatte Ordnung schafft. Die Bedienung ist gleich wie beim klassischen Explorer, sodass man sich nicht einarbeiten muss und auch unter der geänderten Bedienungsführung von Windows 7 wie gewohnt weiterarbeiten kann.
Bild: VKI