Digitaler Nachlass

Unsterblich im Internet

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KONSUMENT 8/2014 veröffentlicht: 24.07.2014

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Was passiert eigentlich mit den Daten eines Users, der nicht mehr am Leben ist? Kommt darauf an: Entweder hat der Verstorbene rechtzeitig vorgesorgt oder seine Hinterbliebenen müssen sich um die digitale Hinterlassenschaft kümmern.

So wie das Internet selbst schön langsam in die Jahre kommt, wird auch die erste Generation seiner Nutzerinnen und Nutzer allmählich alt. Damit stellt sich für zunehmend mehr Menschen die Frage: Was soll mit all den Daten passieren, die auf meinem PC oder im Internet gespeichert sind, wenn ich nicht mehr bin?

Rechte und Pflichten

Wer was mit einer Hinterlassenschaft tun darf, hängt von unterschiedlichen Gesetzen ab. Gemäß österreichischem Recht werden alle vermögensrelevanten Rechte und Pflichten dem "Nachlass" zugerechnet. Erben ­dürfen erst nach Beendigung des Verfahrens und der Unterzeichnung der Einantwortungs­urkunde frei darüber verfügen.

Rechnungen und Gutscheine

Jede Rechnung, die während der Zeit des Verlassenschaftsverfahrens für die verstorbene Person bezahlt wird (etwa für Domains oder Webspace), muss aufbewahrt bzw. dem ­Notar übermittelt werden. Gleiches gilt für allfällige Guthaben des Verstorbenen (etwa Gutscheine, Guthaben auf Spieleplatt­formen). Auch sie sind offenzulegen.

Computer gehört den Hinterbliebenen

Kommerziell Verwertbares wie etwa Manus­kripte oder Fotos dürfen dem Nachlass ebenfalls nicht entzogen werden – egal ob sie in Papierform vorliegen oder digital, denn auch Urheberrechte sind Teil der (ver)erb­baren Rechte.

Ist das Erbe einmal angetreten, gehört der Computer und alles, was darin gespeichert ist, den Hinterbliebenen. Die Erben dürfen damit vertrauliche Korrespondenz lesen, aber auch Schritte unternehmen, um die Passwortsperre des PCs zu umgehen. Häufig handelt es sich bei einem digitalen Nachlass aber nicht nur um eine Festplatte, sondern auch um Inhalte, die ausschließlich im Internet gespeichert sind. Das können Persönlichkeitsprofile sein oder Post, die immer nur online erledigt wurde.

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Wertung: 4 von 5 Sternen
1 Stimme

Kommentare

  • GMX
    von REDAKTION am 31.07.2014 um 10:27

    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Text bereits korrigiert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • GMX
    von Byrd am 30.07.2014 um 19:19
    Guter Artikel. Ein kleiner Fehler hat sich allerdings eingeschlichen. GMX ist ein E-Mail-Dienstanbieter (kein E-Mailprogramm) und hat seinen Sitz in Deutschland (und nicht in den USA).
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo