Digitales Telefon: Umweltzeichenrichtlinie

VKI erstellt Richtlinie

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veröffentlicht: 27.10.2010

Inhalt

Viele schätzen die Möglichkeit, sich mittels Funktechnologie zu Hause beim Telefonieren frei zu bewegen. Der große Nachteil: Schnurlostelefone stellen im Haushalt meist die stärkste elektro­magnetische Quelle im Hochfrequen­z-Bereich dar. Der Verein für Konsumenteninformation hat nun im Auftrag des Lebens­ministeriums eine Österreichische Umweltzeichenrichtlinie für digitale Schnurlos­telefone erarbeitet.

Elektromagnetische Belastungen reduzieren

Die neue Richtlinie enthält Vorgaben, die die Belastung durch Elektrosmog beim Gebrauch begrenzen, den Energieverbrauch minimieren und Benutzer­freundlichkeit gewährleisten sollen. So dürfen bei digitalen Schnurlostelefonen, die das Österreichische Umweltzeichen tragen, als Akku etwa nur Standardzellen zum Einsatz kommen, die der Benutzer leicht tauschen kann.

Nachhaltigkeit der Produkte

„Neben Aspekten wie der Minimierung des Energieverbrauchs und der elektromagnetischen Strahlung in den unterschiedlichen Betriebszuständen ist auch der Fokus auf die Vermeidung von umweltschädigenden Inhaltsstoffen in den Gerätebestandteilen und der Verpackung wichtig. Denn nur dann kann man auch von einer Nachhaltigkeit des Produktes im Sinne des Konsumenten und der Umwelt sprechen“, so Projektleiter Andi Peter vom VKI.

Als erstes digitales Schnurlostelefon entspricht das Gigaset A400 den umfassenden Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.

20 Jahre Umweltzeichen

Das Österreichische Umweltzeichen wurde 1990 von der damaligen Umweltministerin ins Leben gerufen und wird für Produkte, Tourismusbetriebe und Bildungseinrichtungen vergeben, die hohe Anforderungen an Umweltschutz, Gesundheitsvorsorge und Qualität erfüllen. Mit Stand 1. Oktober 2010 gibt es 1.252 Produkte von 170 Lizenznehmern, 207 Tourismus- und Gastronomiebetriebe sowie 85 Schulen und Bildungseinrichtungen, die das Zeichen tragen.

Zu der breiten Palette an Produkten zählen unter anderem Matratzen, Holzheizungen, Dämmstoffe, Lacke, Reinigungsmittel und Nachfüllpatronen für Tintenstrahldrucker. Darüber hinaus werden Umweltzeichen in den Bereichen „Grüne Fonds“, „Grüner Strom“ und „Green Meetings“ vergeben. Der VKI ist als Partner des Lebensministeriums für die Erstellung der Richtlinien, für die Beratung der Interessenten und für die laufende Kontrolle der Ausgezeichneten zuständig. Weitere Informationen zum Umweltzeichen gibt es unter www.umweltzeichen.at.

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Kommentare

  • Was hier fehlt..
    von Reitbauer2 am 28.10.2010 um 00:16
    ..ist ein Hinweis darauf, dass der Nachweis eines gesundheitsschädigenden Effekts von "Elektrosmog", auch nach Jahrzehnten der Forschung nicht als nachgewiesen gelten kann. Besonders eine Konsumentenschutzvereinigung sollte nachdrücklich die Frage stellen, ob man hier nicht statistischen Gespenstern nachjagt. Ausschließen kann man freilich nichts. Auch nicht, dass grüne Socken - zu Ostern getragen - beim Sternzeichen Wassermann in ungeraden Jahren schwere Nierensteine auslösen. Wir fordern rigorose Untersuchungen, Farbegrenzwerte, und grüne Socken mit Umweltzeichen bitte.
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