Diktatur des Betriebssystems

Zwang zu Windows Vista?

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Konsument 2/2008 veröffentlicht: 18.01.2008

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„Konsument“-Leser Thomas V. hat sich unlängst einen PC mit dem neuen Betriebssystem Vista zugelegt. Seitdem ist für ihn nichts mehr wie gewohnt. - Ein Kommentar von "Konsument"-Redakteurin Veronika Kaiser.

Funktionen verschwunden

Gewohnte Begriffe und Funktionen sind von seinem Computer verschwunden oder wurden umbenannt. Noch mehr ärgert sich Herr V. über die zahlreichen Systemabstürze. Alleine ist er damit nicht. In Internetforen klagen Vista-User einander ihr Leid. Wozu wurde überhaupt ein neues Betriebssystem auf den Markt gebracht? Wer einen Computer kauft, kauft meist auch das Betriebssystem mit.

Dieses heißt heute eben sehr oft Vista. Und ist Vista erst einmal installiert, lässt es sich nur schwer aus dem Computer entfernen. So werden Konsumenten gezwungen, zu ihrem Vista-PC um teures Geld auch neue, Vista-kompatible Anwenderprogramme zu erstehen. Der Goliath möchte also dem Markt seinen Willen aufzwingen.

Alternative Betriebssysteme werden beliebter

Möglicherweise geht die Vista-Strategie auch nicht auf. Viele Erzeuger von Computerzubehör haben ihre bereits am Markt vorhandenen Geräte nicht Vista-tauglich gemacht, für andere Computerprogramme existiert keine Vista-Version. Die Industrie kann und will also nicht mitmachen und entsprechende Treiber und Updates liefern. Und: Alternative Betriebssysteme werden immer beliebter. Denn die lassen den Konsumenten mehr Wahl, welche Programme und welches Zubehör sie verwenden wollen.

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Bild: VKI