Druckerpatronen

Champagner im Drucker

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 23.06.2008

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Druckertinten sind zu teuer. Ein Kommentar von "Konsument"-Chefredakteur Gerhard Früholz.

Man stelle sich vor: Ein Autohersteller bringt ein Auto auf den Markt, das nur mit einer ganz bestimmten Treibstoffsorte funktioniert. Die wiederum kann man nur um teures Geld und direkt über ihn beziehen. Vorsorglich versieht er das Auto noch mit einem einzigartigen Tankstutzen, der es den Konsumenten erschweren soll, auf günstigere Treibstoffe anderer Anbieter zu wechseln.

Teurer als ein neuer Drucker

Absurd? Am Drucker- und Druckertintenmarkt fast die Normalität. Da gibt es Tinten, die mehr kosten als ein neuer Drucker, da gibt es welche um Beträge, für die Sie Ihr Auto trotz explodierender Treibstoffkosten locker volltanken können. Warum kosten Druckertinten ein x-faches von Champagner? Warum erscheinen einem die Benzin- und Dieselpreise im Vergleich zu Druckertinten nahezu schon wieder lächerlich günstig? Wir wissen es auch nicht.

"Fremdtinte gefährdet Garantieansprüche"

Spekulieren die Druckerhersteller etwa damit, dass man uns Konsumenten einmal zu einem günstigen Neupreis ein Gerät verkauft und uns dafür mit der Druckertinte abzockt? Vorsicht, geben sie uns zu verstehen: Nur die Originaltinten haben entsprechende Qualität, die Verwendung von Fremdtinte gefährdet Garantieansprüche!

Sparen ist möglich

Lassen Sie sich nicht für blöd verkaufen. Unser Druckertintentest relativiert einige Aussagen der Druckerhersteller. Tatsache ist: Sparen ist möglich – und Qualitätseinbußen stellen im Normalfall kein Problem dar. Mit der Ersparnis können Sie einen kleinen Ausgleich für die gestiegenen Benzin- und Dieselpreise lukrieren. Oder – wenn Sie das möchten – sich endlich mal ein Glas Champagner leisten.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo