E-Book-Reader

Bibliothek am Bildschirm

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KONSUMENT 6/2013 veröffentlicht: 29.05.2013

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Die Qualität der E-Reader ist besser geworden, zeigt unser Praxistest von fünf aktuellen Modellen. Der ungenügende Datenschutz – vor allem bei Kindle von Amazon – ist allerdings zu beanstanden.

Cartoon: Rosch 

Manche Dinge haben sogar in unserem schnelllebigen digitalen Zeitalter Bestand. Vor rund 560 Jahren revolutionierte Johannes Gutenberg den Buchdruck und noch ist – ­allen Umfragen und Prognosen zum Trotz – kein Ende des gedruckten Buches in Sicht. Mit ein Grund dafür mag sein, dass die elekt­ronische Konkurrenz bisher zwar interessante, aber eben nicht restlos überzeugende Produkte auf den Markt gebracht hat.

E-Reader: Qualität, Ausstattung und Funktionen

Da das papierlose E-Book lediglich aus einer Datei besteht und für sich alleine keinen ­Nutzen bringt, braucht man ein Lesegerät, den sogenannten E-Book-Reader oder kurz E-Reader. Dessen Qualität, Ausstattung und Funktionen – aber auch diverse Beschränkungen – spielen für den Lesegenuss eine wichtige Rolle und können diesen schlimms­tenfalls so sehr beeinträchtigen, dass die ­inhaltliche Qualität des Buches in den Hintergrund tritt. Vielleicht muss auf der anderen Seite aber auch erst eine neue Generation von Lesern heranwachsen, für die das E-Book nichts Gewöhnungsbedürftiges, sondern eine Selbstverständlichkeit ist.

Ein Jahr nach unserem ersten E-Book-Reader-Praxistest haben wir fünf aktuell angebotene Geräte zur Hand genommen: Kindle Paperwhite (Amazon), Kobo Glo, Sony PRS-T2, Tolino Shine (Thalia-Modell), Trekstor 4.0 (Weltbild). Zum Teil handelt es sich um gänzlich neue Geräte, zum Teil um Nachfolgemodelle.

Weiterhin zwei Systeme

Nach wie vor stehen Sie als Kaufinteressent gleich zu Beginn vor der schwierigen Entscheidung zwischen zwei Systemen, definiert durch die damit verbundenen Dateiformate: ePub (electronic publication) und mobi (benannt nach der Amazon-Tochterfirma mobipocket).

E-Book-Reader-Formate: ePub und mobi

ePub ist ein offener Standard, der unabhängig vom Gerät und vom E-Book-Anbieter ­eingesetzt wird. Dadurch ist es zum Beispiel auch möglich, E-Books in öffentlichen Büchereien auszuleihen. Das Angebot einer solchen Fernleihe der neuen Art wird ständig er­weitert. Mobi hingegen ist an die Geräte (Kindle-Modelle) und das E-Book-Angebot von ­Amazon gebunden. Abseits davon gibt es nur ganz vereinzelt, etwa in der Haupt­bücherei Wien, E-Books im mobi-Format. Eine Konvertierung von mobi nach ePub ist zwar über den Umweg des Computers und der kostenlos im Internet verfügbaren Software „Calibre“ (Download der deutschsprachigen Version z.B. über www.chip.de) möglich, doch ist das nicht der komfortable und in jedem Fall praktikable Weg.


Weitere Artikel zum Thema: Test: Tablets 2012, E-Book-Reader: Amazon, Thalia 2012, Test: E-Book-Reader 2012, Test: Tablets 2011, E-Books 2010   

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Tolino Shine, Sony PRS-T2, Kobo Glo, Kindle Paperwhite, Trekstor 4.0

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
33 Stimmen

Kommentare

  • Bookeen
    von hartmann1 am 09.11.2013 um 12:00
    Thalia bietet außer dem Tolino auch einen Reader namens Bookeen an. Der kostet € 30,- mehr, ohne dass (für mich) ein Vorteil erkennbar ist. Weiß wer was dazu?
  • DRM nicht die Regel??
    von aschatt am 20.06.2013 um 19:21
    "E-Books mit DRM sind zwar nicht die Regel, aber man begegnet ihnen" Diese Aussage ist falsch. Leider ist genau das Gegenteil der Fall: DRM ist die Regel, Bücher ohne DRM die absolute Ausnahmen. Alle Kindle Bücher sind mit DRM geschützt, ebenso die Bücher die über alternative Plattformen wie Thalia vertrieben werden. Tatsächlich gibt es nur sehr wenige Anbieter, die konsequent auf DRM verzichten. Mir ist eigentlich nur ein großer Verlag (O Reilly) bekannt.
  • Lesen am Strand
    von REDAKTION am 12.06.2013 um 11:33
    Die E-Reader sind in hellem Sonnenlicht sehr gut lesbar. Das liegt an der speziellen E-Ink Technologie, die auf das Auge wie ein natürliches Papier wirkt. Vorteile: Augen ermüden nicht beim Lesen, der Bildschirm blendet nicht in der Sonne, verbrauchen kein/sehr wenig Strom. (Strom wird nur beim Umblättern verbraucht). Für mehr Infos lesen Sie auch bitte in Konsument 07/2012 nach. Wie alle elektronischen Geräte sind auch E-Books anfällig gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung. Sie können das Gerät mit einer entsprechenden Hülle davor schützen. Ihr Konsument-Team
  • lesen am strand
    von jumpingjack am 11.06.2013 um 18:13
    wie gut lesbar sind die e-reader in hellem sonnenlicht? wie gut gegen feuchtigkeit und sand gesichert?
  • E Book Reader
    von ott am 31.05.2013 um 15:06
    Ich besitze seit 11/13 einen Bookeen Cybook Odysee mit Hintergrundbeleuchtung und bin sehr zufrieden damit. Verbesserungswürdig wäre noch ein MP3 Player. Abgesehen davon Top Gerät. Kempe R.
Bild: VKI