Einheitliches Ladegerät für Handys

EU-Kommission macht Druck

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veröffentlicht: 15.07.2009

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Nach einem Machtwort der EU-Kommission wird das Chaos bei Handy-Ladegeräten in absehbarer Zeit gemildert. Doch an eine Vereinheitlichung der Akkus hat man sich nicht gewagt.

Elektronikmüll in Serie

Handybesitzer kennen das Problem: Mit jedem Neuerwerb eines Mobiltelefons bekommt man auch ein neues Ladegerät (oder Netzgerät) dazu, das alte ist nicht mehr verwendbar. In vielen Haushalten mit mehreren Handybenutzern hat sich da über die Jahre ein ganzer Berg von Elektronikmüll angesammelt – eine völlig unnötige Belastung der Umwelt.

Einheitliche Anschlüsse ab 2012

Jetzt ist der EU-Kommission die Geduld gerissen; sie hat angekündigt, die Vereinheitlichung der Ladegeräte gesetzlich vorzuschreiben. Die Mobilfunkbranche hat es plötzlich eilig: Nachdem sie 15 Jahre lang eine Unzahl von Ladegerät-Versionen auf den Markt gebracht und damit auch gut verdient hat, hat sie auf die Kommissions-Drohung rasch reagiert: Man einigte sich auf ein Einheitsladegerät, ab 2012 sollen die meisten Mobiltelefone einheitliche Anschlüsse auf Basis der Micro-USB-Norm haben.

Unterschiedlichen Ladegeräte unnötig

Als Argument für die unterschiedlichen Ladegeräte wurde immer ins Treffen geführt, das sei notwendig, weil die Akkus der Handys unterschiedliche Spannungen aufweisen. Doch das ist nicht stichhaltig. Denn die Netzgeräte transformieren die Netzspannung von 230 Volt auf rund 5 Volt. Den Rest muss die Elektronik des Handys besorgen. Die meisten Handy-Akkus haben heute 3,7 Volt Nennspannung, die Überwachung des Ladevorgangs muss ohnehin im Mobiltelefon erfolgen, da spielen leicht unterschiedliche Spannungen in den diversen Akkus keine Rolle.

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