ESTA-Registrierung

Zweifelhafter Service

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KONSUMENT 11/2014 veröffentlicht: 23.10.2014

Inhalt

"Vorsicht Falle": Die Internetabzocke macht auch vor USA-Reisenden nicht Halt. Die Konsequenzen können gravierend sein.

Wer in die USA reisen möchte, wird im Vorfeld mit dem Electronic System for Travel Authorization, kurz: ESTA, konfrontiert. Das bedeutet, dass man verpflichtend einen Online-Antrag auf Erteilung einer Reisegenehmigung für touristische oder geschäftliche Zwecke stellen muss.

ESTA-Registrierung: Vorsicht vor gefälschten Websites! (Bild: Screenshot)

Offizielle Seite hat komplizierte Web-Adresse

Mehrere Leser haben uns berichtet, dass diverse Anbieter versuchen, aus dieser Verpflichtung einen finanziellen Vorteil herauszuschlagen. Die offizielle Online-Registrierungsseite, die vom US-amerikanischen Heimatschutzministerium betreut wird, hat leider eine schwer zu merkende Webadresse ( https://esta.cbp.dhs.gov/esta ). Die voreingestellte Sprache ist natürlich Englisch, lässt sich aber gleich auf der Startseite durch einen Klick auf „Deutsch“ mühelos umstellen.

Suchmaschinen liefern auch Gaunerwebsites

In Unkenntnis der Adresse nehmen die meisten Antragsteller den Weg über eine Suchmaschine. Weit oben in der Trefferliste befindet sich dann aber nicht nur der korrekte Link, sondern hier tummeln sich etliche weitere englisch-, aber auch deutschsprachige Seiten, die unkomplizierten Service bei der Antragstellung versprechen. Das ist im Prinzip vielleicht sogar richtig. Aber: Anstelle der 14 US-Dollar, welche das amerikanische Ministerium verlangt, vervielfacht sich hier der Betrag, denn schließlich muss der Service ja bezahlt werden.

ESTA-Genehmigung überprüfen

Abgesehen von dieser Abzocke besteht das Risiko, dass die Registrierung gar nicht bei der richtigen Stelle einlangt und dem Antragsteller die Einreise in die USA letztlich verweigert wird. Im Ministerium kennt man das Problem und weist ausdrücklich darauf hin, dass Antragsteller, die über einen Drittanbieter die ESTA-Genehmigung eingeholt haben, ihre Antragsnummer über die oben genannte offizielle Site des Ministeriums überprüfen sollen (Klick auf: „Einen Antrag aufrufen“). Scheint die Registrierung nicht auf, ist das Geld zwar verloren, aber man hat hoffentlich noch die Chance, zeitgerecht einen korrekten ESTA-Antrag einzureichen.

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Bild: VKI