EU-Roamingtarife

Preissenkung

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veröffentlicht: 23.06.2014

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Telefonieren im Ausland: Per 1. Juli 2014 tritt die nächste von der Kommission angeordnete Tarifsenkung für die Mobiltelefonie im EU-Raum in Kraft.

Auf Anordnung der EU-Kommission sinken die Gesprächs- und Datenroamingtarife im EU-Raum schrittweise im Jahresabstand. Das erklärte Ziel ist die Abschaffung aller Roaminggebühren, wobei allerdings berechtigte Befürchtungen geäußert werden, dies könnte sich negativ auf die Inlandstarife auswirken. Die Betreiber müssen dann ja den Einnahmenentgang ausgleichen.

Die neuen Tarife

Auf jeden Fall gelten ab 1. Juli 2014 folgende Tarife, wenn man sich im EU-Ausland aufhält:

  • Anrufe in andere EU-Länder: maximal 22,8 Cent pro Minute
  • Passivgebühr für ankommende Anrufe: maximal 6 Cent pro Minute
  • SMS-Versand: maximal 7,2 Cent pro SMS
  • Datenroaming: maximal 24 Cent pro Megabyte (MB).

Wird ein Betrag von 60 Euro erreicht, muss die Verbindung seitens des Providers unterbrochen werden und kann nur nach Bestätigung durch den Nutzer wieder aktiviert werden.

Euro-Notruf 112

Eine wichtige Rufnummer ist der kostenlose Euro-Notruf 112, der auch ohne Vertrag oder Guthaben genutzt werden kann und zusätzlich zu den EU-Mitgliedsstaaten auch in folgenden Ländern funktioniert: Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Monaco, Montenegro, Norwegen, Schweiz, Serbien, Ukraine.

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Kommentare

  • Roaminggebühren versus Auslands-Gesprächsgebühren
    von REDAKTION am 10.07.2014 um 15:22
    Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass sich die im Artikel behandelte Regelung ausschließlich auf Roaming, also die Nutzung eines fremden Mobilfunknetzes bei Aufenthalt im EU-Ausland bezieht. Davon zu unterscheiden sind die von den heimischen Betreibern verrechneten Gesprächsgebühren für Telefonate, die von Österreich aus ins Ausland bzw. zu einer ausländischen Handynummer geführt werden. Diese Gebühren liegen mittlerweile über den Roaminggebühren. Ihr KONSUMENT-Team
Bild: VKI