Freisprecheinrichtung

Kabel verstärkt elektromagnetische Strahlung

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Konsument 6/2000 veröffentlicht: 01.06.2000

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Mit einer Handy-Freisprecheinrichtung könne die Belastung durch Elektrosmog minimiert werden, so hat man uns immer versichert. Doch kürzlich wurde eine Untersuchung veröffentlicht, derzufolge durch die Freisprecheinrichtung die Strahlung sogar verdreifacht wird. Was stimmt jetzt?

Die Studie wurde in „Which?“, dem Testmagazin unserer britischen Schwesterorganisation veröffentlicht. Sie hat tatsächlich einen wunden Punkt berührt, der bisher zu wenig beachtet wurde. Bei einer bestimmten Länge und Ausrichtung des Kabels wirkt dieses wie eine Antenne und verstärkt die elektromagnetische Strahlung. Das könnte durch eine entsprechende Abschirmung und Konstruktion des Gerätes verhindert werden. Aber fürs Erste haben sich die Hersteller taub gestellt. Was kann ein Konsument tun? Das Kabel sollte nicht entlang der Antenne verlaufen (dann wirkt es wie eine verlängerte Antenne); daher darauf achten, dass das Kabel möglichst in rechtem Winkel vom Handy-Anschluss weggeführt wird. Ansonsten: Kopfhörer und Mikro der Freisprecheinrichtung nur bei Bedarf am Kopf halten. Das Problem betrifft übrigens nur tragbare Freisprecheinrichtungen ohne eigenen Antennenanschluss. Bei einer (fachmännisch montierten) Freisprecheinrichtung im Auto wird die Antenne nach außen geleitet, es gibt also im Wageninneren keine elektromagnetischen Felder.
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Bild: VKI