GSM-Handys

Verwirrung im Paket

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Konsument 12/1999 veröffentlicht: 01.12.1999

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  • Superangebote täuschen über wahre Kosten hinweg
  • Die Pakete können kaum mehr verglichen werden
  • Faustregel: Der Tarif ist wichtiger als das Handy

Eigentlich kurios: Noch nie war es so schwierig, ein Handy günstig einzukaufen, wie heute. Das scheint im krassen Widerspruch zur bunten Werbewelt zu stehen, die uns tagein, tagaus das Bild des (fast) geschenkten Mobiltelefons vorgaukelt. Der Tag ist scheinbar nicht mehr fern, an dem der Konsument noch etwas dafür bezahlt bekommt, dass er ein Handy kauft. Doch diesem Bild traut man besser nicht. Denn was auf den ersten Blick als eine Reihe von supergünstigen Angeboten aussieht, ist in Wahrheit nichts anderes, als eine erfolgreiche Verschleierung der wahren Kosten, die der Konsument zu tragen hat, sobald er seine Unterschrift unter den Kaufvertrag gesetzt hat.

Fast nur mehr mit Vertrag

Grund: In den allermeisten Fällen erstehen Sie nicht nur ein technisches Gerät, sondern auch gleich einen meist einjährigen Vertrag mit einem der Netzanbieter. Und da sind die wahren Kosten – mehr oder weniger – versteckt. Das hat zur paradoxen Situation geführt, dass es heute alles andere als einfach ist, ein vertragsfreies Handy zu erstehen! In den Prospekten findet sich zwar oft die vergleichende Preisangabe „Ohne Provider-Vertrag“. Dann sieht der Vergleich zum Angebot „mit Anmeldung“ einfach besser aus. Doch die Marktrealität hat uns gelehrt: Viele Händler zucken mit den Achseln, wenn da ein Konsument auftaucht, der ein Handy ohne Vertrag erstehen will.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo