Handy-Ladegeräte

Stecker-Schikane

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Konsument 9/2009 veröffentlicht: 18.08.2009

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Nach einem Machtwort der EU-Kommission wird das Chaos bei Handy-Ladegeräten in absehbarer Zeit gemildert. Doch an eine Vereinheitlichung der Akkus hat man sich nicht gewagt.

Handybesitzer kennen das Problem: Mit jedem Neuerwerb eines Mobiltelefons ­bekommt man auch ein neues Ladegerät (oder Netzgerät) dazu, das alte ist nicht mehr verwendbar. In vielen Haushalten mit mehreren Handybenutzern hat sich da über die Jahre ein ganzer Berg von Elektronikmüll angesammelt – eine völlig un­nötige Belastung der Umwelt.

Einheitliche Anschlüsse ab 2012

Jetzt ist der EU-Kommission die Geduld ­gerissen; sie hat angekündigt, die Vereinheitlichung der Ladegeräte gesetzlich vorzuschreiben. Die Mobilfunkbranche hat es plötzlich eilig – Nachdem sie 15 Jahre lang eine Unzahl von Ladegerät-Versionen auf den Markt gebracht und damit auch gut verdient hat, hat sie auf die Kommissions-Drohung rasch reagiert: Man einigte sich auf ein Einheitsladegerät, ab 2012 sollen die meisten Mobiltelefone einheitliche Anschlüsse auf Basis der Micro-USB-Norm haben.

Als Argument für die unterschiedlichen ­Ladegeräte wurde immer ins Treffen geführt, das sei notwendig, weil die Akkus der Handys unterschiedliche Spannungen aufweisen. Doch das ist nicht stichhaltig. Denn die Netzgeräte transformieren die Netzspannung von 230 Volt auf rund 5 Volt. Den Rest muss die Elektronik des Handys be­sorgen. Die meisten Handy-Akkus haben ­heute 3,7 Volt Nennspannung, die Über­wachung des Ladevorgangs muss ohnehin im Mobiltelefon erfolgen, da spielen leicht unterschiedliche Spannungen in den diver­sen Akkus keine Rolle.

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Kommentare

  • Schwachsinn
    von chabron am 02.04.2010 um 23:47
    wenn nicht einmal Nokia EIN Ladegeät für seine Typen hat. Da werden verschiedene verwendet, das sollen alle Modelle geeinigt werden, wers glaubt.
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