Handy: Wasserschäden reparieren

Einen Versuch wert

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KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 30.01.2014, aktualisiert: 25.09.2014

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Handyhersteller und deren Vertragspartner verweigern häufig die Reparatur von Feuchtigkeitsschäden. Doch nicht alle Handyshops halten sich rigid an die Direktiven der Hersteller. Wir haben mit Handy-Reparaturbetrieben gesprochen.

Bei defekten Smartphones wird die Gewährleistung bzw. Garantie häufig mit dem Hinweis verweigert, es handle sich um einen Wasserschaden (andere Bezeichnung: Feuchtigkeitsschaden). Da kann unter Umständen schon Kondensfeuchtigkeit ausreichend sein, die beispielsweise bei starken Temperaturschwankungen entsteht (siehe Feuchtigkeitsschäden bei Handys 6/2013).

Kostenpflichtige Handyreparatur von Kunden erwünscht

Viele Konsumenten wären bereit, das Handy kostenpflichtig reparieren zu lassen. Doch selbst das wird von den Servicestellen der Handyhersteller verweigert. Begründung: Wenn einmal Feuchtigkeit eingetreten ist, könne man nicht garantieren, dass das Gerät nach einer erfolgreichen Reparatur nicht doch wieder kaputt wird. Daher bleibt der Konsument mit einem kaputten Handy zurück und muss für die lapidare Feststellung "Feuchtigkeitsschaden" auch noch rund 40 Euro ­Kostenersatz leisten.

Wasserschaden? Kein Problem!

Viele kleine Handyshops sind da weit ­weniger rigid und beweisen den milliardenschweren Elektronikkonzernen, dass deren Fabrikate durchaus nicht gleich zum Müll ­geworfen werden müssen. Zumindest sind sie bereit, eine Reparatur zu versuchen. Wir haben eine österreichweite Erhebung durchgeführt und 62 Reparaturbetriebe angeschrieben. Immerhin 39 haben geantwortet. Von diesen haben 11 eine Reparatur abgelehnt, der weitaus größere Teil hat eine ­Reparatur angeboten (Angaben zu diesen 28 Betrieben finden Sie in der Vergleichs-Tabelle).

Graz und Burgenland: keine Reparaturstelle gefunden

So konnten wir in Graz und im ganzen Burgenland keine Reparaturstelle ausfindig machen. Doch in den meisten Fällen kann man das defekte Smartphone auch an den Reparaturbetrieb senden, man muss also keine ­langen Hin- und Rückwege auf sich nehmen. Die meisten reparaturbereiten Betriebe ­fanden wir in Wien, nämlich neun, gefolgt von Niederösterreich mit vier Firmen.

Diagnose: Begutachtung des Handys nötig 

Viele wollten sich auf unsere E-Mail-Anfrage nicht festlegen, sondern baten uns, mit dem Handy vorbeizukommen oder es einzuschicken, um die Möglichkeit einer Reparatur feststellen zu können. Andere wieder waren sich ihrer Sache ganz sicher: "Natürlich können wir Ihr Smartphone reparieren“, wurde uns da vermittelt.

Handyrettung in Wien

Besonders auskunftsfreudig war etwa die Handyrettung in Wien 22: "Wasserschäden werden sehr schnell mal diagnostiziert. Oft ist es aber so, dass eine Reparatur doch noch möglich ist. Sollte wirklich eine Wasserschadenbehebung er­forderlich sein, kostet das 49 Euro.“ Die Handy­rettung rühmt sich übrigens auf ihrer Homepage einer "80-%-Erfolgsquote bei Wasserschäden".

Phonedoc in Tirol konnte die Chancen recht konkret abschätzen: "Wenn die Flüssigkeit nur in den Connector oder die Audiobuchse eingedrungen ist, ­wäre eine Reparatur durchaus denkbar."

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Burgenland - keine Reparaturmöglichkeit, One for all shop, Mobile5 Absolon & Glinik OG, VHF Elektronik GmbH , GSM FREE, EDV-Baden - Hitmobile KG, 3Spot, Handy Millennium, phoneBOX, iDoctor.at Repair Center, Millenium, NOSTRA Computersysteme, Smartphonerepairhouse, Handyshop, Yilmaz HANDY Shop, EUTEL OG, Hauser Andreas PC-Shop, MAT Handybörse, Handystation, K & S SHOP Handy-Service, Communications MobiNil GmbH, AB GSM SHOP.at GmbH, B&CO GmbH - Handy-Store, iDoc - iPhone Reparatur in Wien, handyretten.at, HandyWien - Zentrale, NET-Planet, HANDY-WORLD Donauzentrum, handyrettung.at

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4 Stimmen

Kommentare

  • Alcatel Seniorenhandy
    von REDAKTION am 04.02.2014 um 14:59

    S.g. Herr Prenner,

    Ohne nähere Informationen können wir das leider nicht beantworten. Bitte senden Sie uns den Servicebericht zu: leserbriefe@konsument.at.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Alcatel Seniorenhandy
    von Prenner1 am 02.02.2014 um 15:09
    Ich habe mir am 23. Dezember im Media Markt, in der SCS ein Alcatel 2001X Seniorenhandy gekauft. Leider ging von Anbeginn an das Radio nicht einwandfrei. Mit jedem neu Einschalten musste ich vorher die Batterie entfernen! Und wenn ich das Handy im Auto (mit Bluetooth)verwenden will, gibt es an Stelle des Radioprogrammes nur mehr ein lautes Rauschen! Die Firma schickte das Handy als Reklamation ein und nach 14 Tagen bekam ich es unrepariert mit dem Hinweis: "Fehler nicht nachvollziehbar" zurück. Dieses Handy hat sehr große Ziffern, große Buchstaben, sowie den Radio (wenn er funktionieren würde) ohne Kopfhöreranschluss! Bitte wer kann mir da weiterhelfen? Ich habe bereits 7 neue Geräte geprüft, alle haben offensichtlich diesen Softwarefehler! mfg Helmuth Prenner
Bild: VKI