Handys

Schutz vor Werbe-SMS

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Konsument 6/2003 veröffentlicht: 26.05.2003, aktualisiert: 27.05.2003

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Der Spuk mit den 0930-Nummern.

"Bin total verknallt in dich! Ruf an: 0930...." Ähnliche Botschaften belästigen unzählige Handy-Besitzer. Verbotenerweise, denn zu dieser Art von Werbung müssten Umworbene vorab ihr Einverständnis geben. Bislang gibt es kaum Abhilfe: Die Anzeige beim Fernmeldebüro wirkt bestenfalls langfristig. Und gegen das Abzocken durch unbedachtes Rufen eines Mehrwertdienstes kann man diese Nummern sperren lassen (außer bei Wertkartenhandys, das geht nur bei t-mobile). Bei One und tele2mobil sind 0930-Nummern grundsätzlich gesperrt, 0900er-Nummern kann man gratis sperren lassen. Auch bei tele.ring ist die Sperre kostenlos. Möglich, aber wenig sinnvoll ist das Blockieren des SMS-Empfanges, weil dann gar keine SMS mehr kommen. Zur SMS-Werbung führen wir derzeit einen Musterprozess. Das Landgericht Berlin sieht darin – und zwar bereits im Signalton! – das rechtswidrige Eindringen in die Privatsphäre. Nicht nur die Agentur, die das SMS verschickt, auch deren Auftraggeber und das Unternehmen, das die Handy-Nummer weitergegeben hat, sind an dieser Störung beteiligt. Hoffentlich schließen sich Österreichs Gerichte dieser Rechtsmeinung an, damit dieser Spuk ein Ende hat.

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