Internet-Banking

Nicht ausgereift

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Konsument 12/1999 veröffentlicht: 01.12.1999

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  • Die Kostenersparnis ist gering bis null.
  • Für viele Transaktionen muss man immer noch auf die Bank.
  • Aber der Kunde lädt sich jede Menge Risiko auf.

Bankgeschäfte per Internet zu erledigen, hat seine Reize: Man hat jederzeit Zugriff auf das Konto, und zwar an jedem Ort der Welt, wo es einen Internet-Zugang gibt. Das spart Zeit und Mühe, weil man sich nicht jedes Mal zur Bank bemühen muss. Und es sollte auch Geld sparen. Laut einer Studie der kanadischen Großbank CICB betragen die internen Kosten einer Überweisung per Online-Banking lediglich ein Hundertstel der am Schalter abgewickelten Transaktion. In der Realität können die Kunden allerdings – vor allem bei Pauschalkonten – keine Einsparungen gegenüber der herkömmlichen Abwicklung von Bankgeschäften erwarten. Denn in der Regel wird Internet-Banking nur im Rahmen eines bereits bestehenden Kontos angeboten. Dadurch kommen zu den normalen Kontoführungsgebühren unter Umständen noch Zusatzkosten hinzu. Etwa dann, wenn man eine Auftragsbestätigung verlangt (pro Überweisung 5 Schilling bei der Bawag) oder die so genannte „Security Card“ (Benutzerkarte), die bei der Bank für Tirol und Vorarlberg und Bank für Kärnten und Steiermark 90 Schilling pro Quartal kostet. Bei Einzelverrechnungskonten rentiert sich die Sache überhaupt nur dann, wenn Daueraufträge häufig geändert oder viele Überweisungen durchgeführt werden. Der große Nutzen bleibt den Banken. Sie können bei fast gleichen Einnahmen Personal einsparen.

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