Internet-Browser

Riskanter Vertipper

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KONSUMENT 3/2014 veröffentlicht: 27.02.2014

Inhalt

KONSUMENT-Computertipps: Wir zeigen wie Sie Umwege vermeiden, Probleme lösen und informieren über nützliche Alternativen. – Diesmal: Ein falsch eingegebener Name im Internetbrowser kann im ungünstigsten Fall teuer werden.

Übertriebene Panik ist zwar unangebracht, doch im Internet schadet es nie, die Augen offen zu halten. Das sogenannte Typosquatting ist bereits eine alte Masche des Online-Betrugs: Dabei werden Internetseiten eingerichtet, deren Adressen (Domainnamen) jenen von bekannten Firmen täuschend ähnlich sind – in der Hoffnung, dass Nutzer aufgrund von Tippfehlern oder falscher Schreibweise dort landen (also z.B. konsumment.at statt konsument.at).

Ähnliche Adressen sind häufig Betrüger Seiten ...

Das im Bereich der IT-Sicherheit tätige Schweizer Unternehmen High-Tech Bridge hat sich mehr als 900 Internetseiten näher angeschaut, die Bezug auf die bekanntesten Virenschutzanbieter wie Symantec, Kaspersky, Norton, McAfee oder Avira nehmen und daher weltweit von unzähligen Nutzern aufgerufen werden. 164 davon erwiesen sich tatsächlich in der einen oder anderen Form als betrügerisch, etwa indem sie zu Phishing-Seiten verlinkten (auf denen versucht wird, an persönliche Daten heranzukommen) oder indem auf ihnen gefälschte oder verbotene Produkte zum Verkauf angeboten wurden.

... oder gehören ohnehin den betroffenen Unternehmen selbst

Weitere 107 Domainnamen gehörten den betroffenen Unternehmen selbst, die auf diese Weise versuchen, die oben genannten Betrugsversuche einzudämmen. Ein Vertipper führt dann trotzdem zur korrekten Seite. Rund 70 weitere waren zuvor schon von Spekulanten reserviert worden, in der Hoffnung, dass die Unternehmen sie ihnen eines Tages abkaufen würden. Solche Seiten stellen in der Regel keine Gefahr dar, weil nur die Adressen gehortet werden und auf andere Weise versucht wird, daraus Kapital zu schlagen.

Bei Unsicherheit über Adresse Suchmaschinen verwenden

Angesichts der Ergebnisse erscheint es jedenfalls sinnvoll, statt der Adresszeile des Browsers das Suchfeld einer Suchmaschine zu verwenden und bei Unsicherheit über die Schreibweise eines Firmennamens die Trefferliste sowie allfällige alternative Vorschläge genau anzusehen, bevor man auf einen Link klickt. Es ist ja schließlich auch nicht auszuschließen, dass über solche gefälschten Seiten Viren verbreitet werden.



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