Kopierschutz bei CDs

Kundenfopperei und Plädoyer für Urheber

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Konsument 6/2002 veröffentlicht: 27.05.2002

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Zwei Leserbriefe zum Kopierschutz bei CDs in Konsument 3/2002

Kundenfopperei

Ich habe mir vor einiger Zeit die CD „Gregorians – Masters of Chants II“ gekauft. Aber leider erkannte mein PC die CD in keinem der drei eingebauten Laufwerke (CD-ROM, CD-Recorder, DVD). Erst nach einigem Rumprobieren und nach Untersuchung der CD entdeckte ich auf der Rückseite der Verpackung einen winzigen Hinweis, der sinngemäß lautete: „This CD cannot be played on CD-ROM in computers“. Diese Vorgangsweise ist nicht tolerierbar:

  1. Wenn schon Kopierschutz, dann gehört VORNE auf das Juwelcase ein GUT sichtbarer (und natürlich auch gut lesbarer) Hinweis! Das ist wohl das Mindeste – alles andere ist Kundenfopperei und gehört eigentlich wegen absichtlicher Irreführung geahndet!!!!!
  2. Ich finde es eine unzulässige Bevormundung, um nicht zu sagen Frechheit, dass mir Musikverlage vorschreiben wollen, mit welchem Player ich diese, MEINE, CDs abspielen soll und darf!!!!
  3. Laut Urheberrechtsbestimmungen habe ich das Recht, mir für „private Zwecke“ eine Kopie meiner bezahlten CD zu erstellen. Schon, dass ich auch noch eine Kopierschutzabgabe auf CD-Medien, CD-ROM-Laufwerke, Festplatten etc. zu zahlen habe bzw. diese Abgabe von der Industrie und den Labels vehement gefordert wird, ist nicht nachvollziehbar.

Rainer-M. Rabel
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