MakerBot Replicator 2

3D-Drucker im Kurztest

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 16.08.2013, aktualisiert: 20.08.2013

Inhalt

Manche sehen in ihnen die größte Innovation seit Erfindung des Internet oder gar den Beginn der dritten industriellen Revolution. Andere halten sie schlichtweg für eine extrem überteuerte Spielerei für Techno-Freaks: die 3D-Drucker.

3D-Drucker sind Geräte, die nicht wie gewöhnliche Drucker zweidimensionale Objekte auf Papier ausgeben – Foto, Grafiken, Text –, sondern "echte" Gegenstände aus Kunststoff zum Anfassen. 

Während sie in der gewerbsmäßigen Fertigung schon längst Einzug gehalten haben – vor allem für Prototypen, Modelle oder kleine Fertigungsserien – blieben ihnen bislang die Türen zum Haushalt des Konsumenten verschlossen. Denn professionelle 3D-Drucker erreichen mühelos ein Preisniveau im 6-stelligen Bereich.

  3D-Drucker: MakerBot Replicator 2 (Bild: ICRT) 
  Teekanne aus dem Drucker

Test: 3D-Drucker für den Desktop

Das soll sich jetzt ändern: So bietet etwa die US-Firma MakerBot ein für den Konsumenten-Markt bestimmtes Modell mit der Bezeichnung "MakerBot Replicator 2 Desktop 3D-Drucker" an.

Kosten: "nur" 2.774 US-Dollar (zuzüglich Versandkosten und Einfuhrzoll). KONSUMENT hat das Gerät getestet.

 

MakerBot Replicator 2: kein Selbstbausatz

Äußerlich hat ein 3D-Drucker kaum etwas mit den bekannten Tintenstrahldruckern zu tun. Die bislang (und nach wie vor) verfügbaren Selbstbausätze anderer Anbieter erinnern eher an ein von einem TU-Studenten gebasteltes Gestell unbekannter Zweckbestimmung.

MakerBot hat seinen Drucker deshalb in ein Bierkisten-ähnliches Gehäuse gesteckt, was zwar den sperrig-kantigen Eindruck etwas mildert, dennoch aber keine Design-Preise erwarten lässt.

Die Hauptkomponenten sind:

  • Eine Grundplatte, die angehoben und abgesenkt werden kann und auf der das Objekt entsteht.
  • Eine Spule mit Kunststoff, welcher beim Print kontinuierlich an den Druckerkopf abgegeben und in diesem durch Hitze verflüssigt wird.
  • Dieser Druckerkopf kann sich nicht nur wie beim Tintenstrahldrucker von links nach rechts, sondern auch nach vorne und hinten bewegen. Dabei wird der Kunststoff in einem dünnen Faden in Richtung Grundplatte gedrückt. Das Objekt wird also Schicht für Schicht in alle Richtungen aufgebaut (additive Fertigung).

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
24 Stimmen
Weiterlesen
KONSUMENT-Probe-Abo