Microsoft Office 2010

Office geht online

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veröffentlicht: 06.08.2010

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Mit Office 2010 liefert Microsoft gute Argumente, den Umstieg auf die aktuelle Version doch zu wagen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Veränderungen gegenüber zurückhaltend. Dies mag einer der Gründe dafür sein, dass sich in der Vergangenheit weder das Betriebssystem Windows Vista noch das Office 2007-Paket von Microsoft bei den Kunden durchsetzen konnten. Ein anderer Grund ist vielleicht, dass beides zu früh, teilweise unausgereift und daher mit zu wenig überzeugenden Argumenten für einen Wechsel auf den Markt gekommen ist.

Neues Betriebssystem

Mittlerweile ist das beliebte Betriebssystem Windows XP freilich in die Jahre gekommen und Windows 7 leistet, was Vista versprochen hat. Nun ist auch eine aktuelle Office-Version (Office 2010) auf dem Markt, die für Vista und 7 optimiert ist. Von Office 2007 übernommen und nochmals überarbeitet wurde das völlig neue Bedienkonzept, das für alle, die eine der Vorgängerversionen bis inklusive Office 2003 kennen, zunächst verwirrend erscheint. Bei näherer Beschäftigung macht die Abwendung von der gewohnten, aber unübersichtlichen Menüstruktur des Navigationsbereichs hin zur thematischen Zusammenfassung einzelner Bedienschritte durchaus Sinn und beschleunigt die Abläufe.

Karteikarten-Reiter

Die Menüpunkte in Office 2010 verstehen sich als Karteikarten-Reiter, ein Klick darauf öffnet die jeweiligen Optionen. So findet sich z.B. in Word unter "Start“ alles, was man zur Formatierung des Textes benötigt und dem Reiter "Einfügen" sind Tabellen und Grafiken ebenso zugeordnet wie Kopf- und Fußzeilen oder Seitenzahlen. "Seitenlayout“ ist weitgehend selbsterklärend, wenngleich man die eine oder andere Funktion intuitiv unter "Start“ suchen würde. Auch ist in einigen Office-Anwendungen (darunter wiederum Word) eine einfach zu bedienende Bildbearbeitungsfunktion integriert.

Online-Verknüpfung

Die wichtigste Neuerung in unserer via Internet immer stärker verknüpften Welt ist sicherlich die nahtlose Einbindung der Office-Anwendungen ins Web. Dies geschieht unter anderem durch Nutzung des Microsoft-Dienstes Windows Live SkyDrive, der kostenlosen Online-Speicherplatz zur Verfügung stellt. Nach dem Anlegen eines passwortgeschützten Accounts hat man von jedem Computer weltweit Zugriff auf seine Dokumente – inklusive Online-Bearbeitungsmöglichkeit – und kann diese bei Bedarf für andere User freigeben. Das neue PowerPoint wiederum ermöglicht z.B. die Bereitstellung von Bildschirmpräsentationen live über das Internet. Weitere Informationen sowie eine Testversion zum Download gibt es unter http://office.microsoft.com

Drei Versionen

Wie üblich gibt es auch von Office 2010 mehrere Versionen, die sich durch Umfang und Preis voneinander unterscheiden. Die Basisversion Office Home and Student zum Preis von ca. 109 Euro enthält Word, die Tabellenkalkulation Excel, PowerPoint und den elektronischen „Notizblock“ OneNote. Bei Office Home and Business für ca. 289 Euro kommt das E-Mail-, Kontakt- und Kalenderverwaltungsprogramm Outlook dazu. Dafür ist der Preissprung von über 100 Euro zur günstigsten Version doch etwas groß. Außerdem sollte Software, die mit ihrer Internettauglichkeit beworben wird, prinzipiell über ein Programm zum Empfangen und Senden von E-Mails verfügen. Die Professional-Version schließlich enthält zum Preis von ca. 559 Euro die Datenbankanwendung Access sowie Publisher zur Erstellung professioneller Publikationen.

Kostenloses OpenOffice

Bleibt natürlich die Frage, wer Office 2010 benötigt? Mit dem kostenlosen OpenOffice (http://de.openoffice.org) gibt es zumindest zu den am häufigsten verwendeten Anwendungen Word, Excel und PowerPoint eine starke Konkurrenz, die weitgehend mit den Microsoft-Produkten harmoniert. Wenn man freilich auf die größtmögliche Kompatibilität der Dokumente Wert legt, weil sie auch auf anderen PCs verwendbar sein sollen, sich nach einer gewissen Umstellungsphase in der gewohnten Umgebung wiederfinden möchte, die neuen Online-Vorteile nützen möchte und – soweit dieser Ausdruck hier erlaubt ist – auf eine gewisse Zukunftssicherheit setzen möchte, dann ist Office 2010 wohl die Investition wert.

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