Monitore im Test: 19 und 22 Zoll

Größer heißt nicht besser

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Konsument 3/2008 veröffentlicht: 05.02.2008

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  • 19-Zoll-Bildschirme sind schon Standard
  • Design geht vor Qualität
  • Die Preise sinken ständig

Flache haben Hochkonjunktur

Noch vor wenigen Jahren war die Tiefe eines Computertisches ein ganz entscheidendes Kaufkriterium. Der gute alte Röhrenmonitor brauchte eben seinen Platz. Seither hat sich allerdings einiges getan: Vergangenes Jahr wurde der erste biegbare Farbbildschirm der Welt präsentiert. Er soll bereits 2010 zum Einsatz kommen. Bis wir unseren Monitor aber im Autobus aufrollen und auf ihm die Tageszeitung lesen können, müssen wir uns noch mit der Übergangslösung, dem Flachbildschirm, zufriedengeben. Und der hat weiterhin Hochkonjunktur. Ein schier unendliches Angebot sorgt allerdings für Verwirrung. Wir haben fünf 19-Zöller und dreizehn 22- Zöller unter die Lupe genommen – unterhalb dieser Dimensionen spielt sich in den Läden ohnehin nichts mehr ab.

Größer und billiger

In unserem letzten Test schaffte es ein 19-Zoll-Modell um 300 Euro auf das Siegertreppchen. Auch der diesmalige Testsieger von Asus kostet rund 300 Euro, er misst aber 22 Zoll und hat somit eine Bildschirmdiagonale von 56 cm – das entspricht den Dimensionen eines kleineren Wohnzimmerfernsehers. Bei einem Seitenverhältnis von 16 : 10 lässt es sich gemütlich Videos ansehen oder zwei Dokumente bequem nebeneinander betrachten.

Aber Vorsicht: Ein Ersatz für das Heimkino kann der Monitor nicht sein. Die Bildqualität hängt nämlich stark vom Betrachtungswinkel ab, und hier schnitten alle Hersteller bis auf Belinea nur mit „durchschnittlich“ oder noch schlechter ab. Die Bildqualität hinkt leider auch in anderen Punkten hinterher, u.a. was die Dauer des Bildaufbaus betrifft. Gerade beim wichtigsten Kriterium kann keines der Geräte vollends überzeugen. Da machen auch die Größe und der Preis keinen Unterschied.

Ergebnisse schlechter als 2007

Die Ergebnisse liegen eng beieinander, und sie sind schlechter als jene des Vorjahrestests. Spieler sind bei den getesteten Geräten die großen Verlierer. Denn gerade jene Games, die schnelle Reaktionen erfordern – z.B. Autorennspiele –, leiden unter den schlechten Reaktionszeiten der Monitore. Das Ergebnis sind unscharfe Darstellungen, Nachzieheffekte und Schlieren. Gerade noch „durchschnittlich“ sind die Modelle von Asus, Fujitsu Siemens, LG und Samsung. Wer primär Fotos und Videos bearbeitet, wird zwar besser bedient, hat im Preissegment zwischen 200 und 450 Euro aber auch keine optimalen Kontraste oder Farbgleichmäßigkeiten.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo