Musikdigitalisierung: alte Schätze

Überspielen zum PC

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KONSUMENT 9/2012 veröffentlicht: 30.08.2012

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Das Digitalisieren alter Musikbestände mit dem PC ist nicht allzu kompliziert und mit überschaubaren Kosten verbunden. Nur genügend Zeit müssen Sie dafür aufbringen.

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Beginnen wir mit den technischen Voraussetzungen für Musikdigitalisierung: Die Soundkarte genügt bei PCs neueren Baujahres auf jeden Fall den An­forderungen.

Überspielen zum PC

Das Problem ist eher, einen ­Audio-Eingang (Line-in, blau) zu finden, um ein externes Kabel mit der Soundkarte zu verbinden (über einen rosa gekennzeichneten Mikrofoneingang funktioniert das Über­spielen ebenfalls, es kann aber zu Qualitätseinbußen kommen bzw. handelt es sich möglicherweise um eine Mono-Schnittstelle).

Externe USB-Soundkarte

Vor allem bei Notebooks ist eine Audio-Schnittstelle (meist eine 3,5-mm-Klinkenbuchse) keine Selbstverständlichkeit. In diesem Fall schafft eine externe USB-Sound­karte Abhilfe, z.B. ein mittelpreisiges Modell von Anbietern wie Creative, Asus oder LogiLink für rund 30 bis 50 Euro. Bleibt die Frage, was am anderen Ende des Kabels hängt:

  • 1. Hi-Fi-Anlage mit Phono-Eingang: Sie besitzen eine alte Hi-Fi-Anlage mit ­einem Verstärker, der nicht nur über einen Ausgang (Line-out) verfügt, sondern auch über einen Phono-Eingang für den Plattenspieler. Das Kassettendeck können Sie auch direkt an den PC anschließen, der Plattenspieler jedoch benötigt eine Vorverstärkung des von der Nadel abgetasteten Signals. Zur Herstellung der Verbindung zum Computer brauchen Sie ein Adapterkabel „Cinch auf 3,5 mm Klinke“. Verwenden Sie nicht den Kopfhörerausgang des Verstärkers, das beeinträchtigt die Qualität!
  • 2. Plattenspieler ohne Verstärker mit Phono-Eingang: Sie besitzen einen alten Plattenspieler, aber keinen Verstärker mit Phono-Eingang. Dann müssen Sie einen externen Vorverstärker kaufen, z.B. von Hama (ab ca. 40 Euro), Pro-Ject (rund 100 Euro) oder Magix ­(„Retten Sie Ihre Schallplatten“; für rund 80 Euro im Paket mit Software).
  • 3. Keine Abspielgeräte: Sie besitzen eine LP- oder MC-Sammlung, aber keine Abspielgeräte. In diesem Fall ­bieten sich USB-Plattenspieler bzw. USB-Kassettenspieler an. Rechnen Sie für einen Plattenspieler mit 150 bis 250 Euro in der mittleren Preisklasse (z.B. von Denon, Sony oder Pro-Ject). Hier stoßen Sie auf Geräte, die unmittelbar zum PC überspielen, solche, die den Umweg über einen USB-Stick oder eine SD-Speicherkarte nehmen, und solche, mit denen man aus der LP direkt eine Audio-CD brennen kann. Die Frage beim direkten CD-Brennen ist, ob es neben der automa­tischen auch eine manuelle Möglichkeit zur Titeltrennung gibt. Hintergrund ist, dass die Software die Pausen zwischen den Musikstücken erkennt und das neuerliche Ein­setzen der Musik als Beginn eines neuen ­Titels interpretiert. Das funktioniert aber nur, solange die Pausen nicht zu kurz sind, die Schallplatte nicht zu sehr abgenutzt ist und die Musik darauf dem Schema Titel – Pause – Titel entspricht.

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Wertung: 4 von 5 Sternen
2 Stimmen

Kommentare

  • Musikdigitalisierung
    von ornig am 09.12.2014 um 19:50
    Dieser Artikel war sehr hilfreich und verständlich.
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