Netflix: Video on Demand

Filme und Serien auf Abruf

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veröffentlicht: 03.10.2014

Inhalt

Mit Filmen und Serien auf Abruf ist ein neues Fernsehzeitalter angebrochen. Die Schwächen sind die alten geblieben.

Maxdome oder Netflix

Von vielen heimischen Film- und Serienfans wurde der Marktstart der großen Video-on-Demand-(VoD-)Anbieter wie Maxdome oder Netflix schon sehnsüchtig erwartet. Wen kümmert noch das öde Fernsehprogramm, wenn nun in paradiesischer Fülle alles, was das Konsumentenherz begehrt, zum Abruf via Internet bereitsteht? Zur Abklärung der Frage, was die genannten Dienste und ihre weiteren Konkurrenten wie Google Play Movies, iTunes oder UPC tatsächlich bieten, läuft derzeit ein von uns durchgeführter Test. Dessen Ergebnisse werden wir in wenigen Wochen veröffentlichen.

Grau auf Grau: Nutzungsbedingungen versteckt

Vorab haben wir nur einen kurzen Blick auf Netflix, als bisher jüngsten Mitbewerber geworfen, an dessen Werbekampagne man derzeit praktisch nicht vorbeikommt. Der groß beworbene kostenlose Probemonat ist zweifellos verlockend. Was uns massiv stört ist, wie gut die Nutzungsbedingungen versteckt sind. Man muss schon sehr genau suchen, um am unteren Rand der Website unter "Erste Schritte" den in sehr kleiner Schrift und in dezentem Grau auf grauem Untergrund gehaltenen Link "Einzelheiten des kostenlosen Programmangebots" zu finden. Auch in den App-Stores, in denen man die Netflix-App herunterladen kann, scheinen die Nutzungsbedingungen auf, nicht aber im Zuge der Anmeldung für den Probemonat.

Automatische Aboverlängerung

So erfährt man – wenn überhaupt – nur auf Umwegen, dass die Probezeit automatisch in ein kostenpflichtiges Monatsabo übergeht, sofern man nicht aktiv kündigt. Eine konsumentenunfreundliche Vorgangsweise, die uns sauer aufgestoßen ist. Weiters akzeptiert Netflix als Bezahlmöglichkeiten lediglich Kreditkarte und PayPal. Bei Maxdome beispielsweise ist zumindest auch der Bankeinzug möglich. Während man dort für 7,99 Euro im Monat HD-Qualität erhält, kostet diese bei Netflix monatlich um 1 Euro mehr. Das Einstiegspaket bietet lediglich Streams in Standardqualität, abrufbar auf nur einem einzigen Endgerät.

Begrenzte Nutzung

Apropos Streams: Allen VoD-Anbietern ist gemein, dass man die Filme und Serien nur online und für einen sehr begrenzten Zeitraum (z.B. 48 Stunden) zur Verfügung gestellt bekommt. Lokales Speichern ist nicht möglich. Auch ist das jeweils aktuell abrufbare Angebot weniger umfangreich als man annehmen möchte, denn so wie beim echten Fernsehen gibt es sowohl regionale als auch lizenzrechtliche Beschränkungen. Was Netflix im Gegensatz zu vielen Konkurrenten nicht bietet, sind Einzelabrufe von Filmen oder Serien. Hier ist das Monatsabo die einzige Option.

Anmeldung über Facebook: Datenweitergabe?

Anmelden kann man sich bei Netflix wahlweise mit einem bestehenden Facebook-Account, wobei sich die Frage stellt, wer dann aller erfährt, was gerade auf dem eigenen TV-Gerät läuft. Aber auch sonst nimmt sich Netflix in den Nutzungsbedingungen das Recht heraus, Nutzerdaten an Dritte weiterzugeben. Allerdings dürfte der Anbieter diesbezüglich nicht alleine dastehen. Näheres dazu wird unser Test aufzeigen.


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