Notebooks

In die Breite gegangen

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Konsument 4/2005 veröffentlicht: 17.03.2005, aktualisiert: 06.04.2005

Inhalt

  • Speicherkapazitäten sind gestiegen
  • Alte Schwachstellen jedoch geblieben
  • Die Mehrzahl hat sich "Widescreen" verschrieben

Qualität der Displays nur "durchschnittlich"

Wer sagt, dass es auf dem Markt für Laptops nichts Neues gibt? Eines ist augenscheinlich: Im Gegensatz zu unserem letzten Test (siehe dazu: Weitere Artikel - " Notebooks ") ist heute die überwiegende Mehrzahl der Laptops mit TFT-Monitoren im Widescreen genannten Format ausgestattet (Ausnahmen: Apple iBook G4, Packard Bell Easy Note D5710 und Toshiba SA50-110). Das sollte es erlauben, DVD-Filme im Breitwandformat ohne schwarzen Streifen am oberen und unteren Bildschirmrand zu betrachten.

Warum nicht hochkant?

Aber wer kauft sich schon einen Laptop in erster Linie wegen seiner DVDs? Ein echter Cineast würde da wohl auf den PC oder den DVD-Player beim TV-Gerät (oder Videoprojektor) zurückgreifen. Zumal, wie ein Blick in die Tabelle  zeigt, die Qualität der meisten TFT-Displays ohnehin über ein „durchschnittliches“ Ergebnis nicht hinauskommt. Wirklich Sinn machen würde dieses Format erst dann, könnte man den Bildschirm hochkant schwenken und somit einen Brief oder die Seite einer Broschüre im Format A4 auf einen Blick in der Original-Ausgabegröße erfassen, ohne die Bildlaufleiste betätigen zu müssen. Aber auf die Idee scheint noch kein Hersteller gekommen zu sein. So bleibt es bei mehr oder weniger trendigem Design.

3D-Spiele: schwach

Obwohl es – unterm Strich – um die multimedialen Fähigkeiten bei den meisten Kandidaten „gut“ bestellt ist, zeigen sich im Spezialfall von 3D-Spielen wahrnehmbare Unterschiede: Hier findet sich doch so manches „weniger zufriedenstellend“ – was bei der teilweise schwachen Ausrüstung mit Bildspeicher (zwischen 16 und 128 Megabyte) nicht wirklich überrascht.

Audio: ebenso schwach

Dies gilt – fast schon traditionell – ebenso für die Audioqualitäten der Tragbaren. Nur zwei Geräte von HP schnitten hier „gut“ ab, der Rest ist Schweigen. Wobei die Detailergebnisse für das immer beliebter werdende MP3-Musikformat nochmal unter der Qualität des Sounds von CD oder DVD liegen. All das wäre vielleicht nicht so tragisch, würden nicht gleichzeitig die Werbestrategien der Hersteller und Händler verstärkt in Richtung „Multimedia-Unterhaltung auch unterwegs“ und „Desktop-Ersatz für daheim“ gehen. Das Bild vom fleißigen Angestellten (oder Chef), der jede Minute in Bahn oder Flugzeug dazu nutzt, am Laptop produktiv zu sein, tritt im Vergleich damit zunehmend in den Hintergrund.

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Kommentare

  • Noch breiter und spiegelnd
    von Mag Zirnig am 10.12.2009 um 10:59
    Der Trend zum Kinofilmformat 16:9, bei dem so wenig senkrechte Nutzfläche zum Arbeiten bleibt wie noch nie, hat sich weiter fortgesetzt und wird von einem noch unerquicklicheren Trend begleitet: dem zu spiegelnden Displays, bei denen man – ähnlich wie bei Plasmafernsehern – mehr sich selbst und die Umgebung als den Bildschirminhalt sieht und bei intensiver Nutzung angestrengte Augen und Kopfschmerzen riskiert. Die Behauptung, matte Displays seien systembedingt kontrastärmer als spiegelnde, wurde durch Tests widerlegt (z.B. c't, Heft 9/2009, S. 99). Entscheidend ist die generelle Bildschirmqualität des Herstellers, nicht die Oberfläche. Der Trend lässt sich wahrscheinlich nur umkehren, wenn möglichst viele Konsumenten die rar gewordenen Modelle mit mattem Display bzw. 16:10 Format nachfragen. Die gewünschten Modelle kann man im Internet bequem durch Filtern nach persönlichen Kriterien bei Preissuchmaschinen wie www.geizhals.at ermitteln, bevor man sich an einen Händler wendet. Positiv ist hingegen, dass in der Mittel- und Oberklasse mittlerweile mehrere Auflösungen für ein Modell angeboten werden, denn TFT-Displays haben ja nur in der werkseitigen Einstellung ihre optimale Bildschärfe. Die Auflösung hängt vom Format ab, deswegen kann man sich nicht nach Pixelangaben wie 1366x768 richten, die bei 15-Zoll Diagonale einen anderen Bildeindruck ergeben als bei 17 Zoll und bei 16:10 einen anderen als bei 16:9, sondern muß nach den formatunabhängigen Kürzeln WXGA (ca. 102 dpi), WSXGA (ca. 116 dpi) und WUXGA (ca. 133 dpi) gehen. Eine höhere Auflösung ist aber nicht automatisch besser. WUXGA kann am Notebook sehr anstrengend werden, weil weder die Betriebssysteme noch die Internseiten für diese feine Auflösung programmiert sind und man die winzigen Texte und Bilder nicht ständig hochzoomen kann und will. Beim Abspielen von Filmen bietet WUXGA allerdings eine bestechende Schärfe. Als ständiger Fernsehersatz ist aber ein Notebook wiederum zu wenig komfortabel und in der Farbwiedergabe zu schlecht.
  • Temperatur sollte man nicht vergessen
    von comps am 05.12.2009 um 11:14
    das größte Problem der PCs ist doch die Temperatur, da die Geräte abstürzen wenn sie überhitzen. Weiters fangen DVDs an zu ruckeln, wenn der PC heisss geworden ist. Dann kann man nicht mehr damit arbeiten. Schade, dass dies bei den Tests nie berücksichtigt wird. Viele Grüße Comps PS: Ok, das Problem betrifft wohl eher die preisgünstigen Modelle.
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