Online-Betrug

Falsche Sicherheit

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 26.06.2014

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"Vorsicht Falle": Das Geld auf dem vermeintlichen Treuhandkonto landete in den falschen Händen.

Die großen Verkaufsplattformen im Internet sind leider auch ein beliebter Tummelplatz für Online-Betrüger, die oft äußerst professionell agieren. Das macht es umso schwieriger, einen Betrugsversuch zu durchschauen. Fälle wie der hier geschilderte sind Beispiele, die in diversen Varianten wiederkehren.

"eBay-Sicherheitszahlung" wird nicht von eBay angeboten

Diesmal begann es mit einem auf eBay zum Fixpreis angebotenen Motorrad. Der Verkäufer wollte das Geschäft via „eBay-Sicherheitszahlung“ abwickeln, ein Treuhandservice, bei dem das Geld hinterlegt und erst nach Erhalt der Ware freigegeben wird. Was der Käufer zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: eBay bietet einen solchen Service gar nicht an. Es handelte sich um den Versuch, den PayPal-Käuferschutz zu umgehen, der bei Schwierigkeiten mit dem Verkäufer eingeschaltet werden kann, sofern man diesen Dienst zur Bezahlung genutzt hat.

Geld weg - Warenübergabe fand nie statt

Im guten Glauben, auf der sicheren Seite zu sein, stimmte der Käufer jedenfalls zu und erhielt in der Folge inhaltlich und grafisch überzeugend echt gestaltete E-Mails von der Adresse ebay@sicherheits-zahlung.com. Weiters wurde ihm eine Kopie des Reisepasses des Verkäufers zugesandt. So überwies er den Kaufpreis auf das bekannt gegebene Treuhandkonto und freute sich auf die Übergabe des Motorrads – die freilich nie stattfand. Als seine E-Mails an die genannte Adresse unbeantwortet blieben, wusste er, dass er auch sein Geld nicht wiedersehen würde.

Neuartige Bezahlmöglichkeiten hinterfragen

Hundertprozentigen Schutz vor solchen Betrügereien gibt es keinen, aber wenn der Verkäufer einen anderen als den üblichen Weg der Bezahlung vorschlägt, sollte man hellhörig werden. Grundsätzlich erhöht man bei Nutzung von PayPal bzw. Kreditkarte die Chancen, im Fall des Falles das Geld zurückerstattet zu bekommen. Auch sollte man unbedingt die genannten Kontaktdaten überprüfen (z.B. durch Eingabe in eine Suchmaschine) und bei Zweifeln sicherheitshalber bei der Firma nachfragen, ob es hierbei mit rechten Dingen zugeht.

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Bild: VKI