Onlineshops: Betrug

Schnäppchen-Seiten locken auf die falsche Fährte

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KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 12.12.2013, aktualisiert: 02.12.2014

Inhalt

Deutschsprachige Schnäppchen-Seiten locken Kunden auf eine falsche Fährte. Im Voraus bezahlen lassen, aber keine oder minderwertige Waren liefern – dies ist die Masche falscher Onlineshops (Fake-Shops), die unter anderem in China boomen.

Die Betreiber werden immer raffinierter. Die Webseiten sind in (fast) perfektem Deutsch gehalten und man bekommt den Eindruck vermittelt, der Anbieter sitze im EU-Raum oder habe dort eine Vertriebsniederlassung.
Sich auf der Webseite oberflächlich über den Anbieter zu informieren, ist zu wenig. Da gibt es Allgemeine Geschäftsbedingungen, eine Datenschutzerklärung, die Aufklärung über das Widerrufsrecht, verschiedene Bezahlmöglichkeiten, Versandinformationen und vor lauter Lob strotzende Bewertungen anderer Kunden.

Reklamationen verlaufen im Sand

Auf den ersten Blick ist alles, wie es sein soll, wenn auch einzelne Formulierungen bereits hellhörig machen sollten. Der zweite Blick zeigt, dass mit den Kontaktdaten etwas nicht in Ordnung ist. So findet sich im Impressum entweder eine nicht verifizierbare Adresse (z.B. in Hongkong) oder auch gar keine. Der Versand selbst erfolgt vielleicht sogar aus einem EU-Land. Trotzdem verlaufen Reklamationen nach mehreren Vertröstungen im Sand. Auch wenn verschiedene Möglichkeiten angeboten werden, erfolgt die Kommunikation per E-Mail.

Bleiben Sie kritisch

Zwei Beispiele, die aufgrund schlechter Erfahrungen an uns herangetragen wurden, sind eakkushop.com und comebuy.com. Allerdings sind diese Namen Schall und Rauch. Wird heute ein Shop geschlossen, eröffnen morgen zwei neue. Deshalb ist es sinnlos, eine schwarze Liste anzulegen. Der einzig praktikable Rat ist, kritisch zu bleiben, besonders wenn unglaubliche Schnäppchen locken.

Das Recherchieren von Erfahrungsberichten anderer Nutzer im Internet ist mit Vorsicht zu genießen, denn viele davon fallen verdächtig positiv aus. Eine gewisse Absicherung stellt das Bezahlen per Kreditkarte oder PayPal dar. Kann man glaubhaft nachweisen, hereingelegt worden zu sein, dann kann man über die ausgebende Bank bzw. den PayPal-Käuferschutz das Geld zurückfordern.

Beispiele für schlechte Erfahrungen:

eakkushop.com; Bild: Screenshot/VKI

www.eakkushop.com

 

www.netzteilshop.at ist eine Fake-Onlineshop-Website

www.netzteilshop.at

 

 

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