Paybox: SMS

Verunsicherung

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KONSUMENT 12/2013 veröffentlicht: 21.11.2013

Inhalt

"Die Zitrone": Die Paybox Bank schießt mit "zeitgemäßer Kundenkommunikation" übers Ziel hinaus.

Die Paybox Bank AG macht in jüngster Zeit in mehrfacher Hinsicht von sich reden. Mit der überraschend angekündigten Vertragsumstellung für alle Paybox-Kunden beschäftigt sich bereits unsere VKI-Rechtsabteilung. Bei dieser Geschichte hier geht es um die Art der Kommunikation von Paybox mit den Kunden.

SMS von Paybox ...

Frau Singer (Name von der Redaktion geändert) erhielt vor Kurzem eine Information von Paybox per SMS: "Lieber Kunde, leider müssen wir Ihnen etwas Arbeit machen. Eine Stichprobe hat ergeben, dass Ihre Unterlagen nicht aktuell sind. Damit Sie Ihr Zahlungsmittel paybox auch weiterhin nutzen können, schicken Sie uns diese inkl. des ausgefüllten Formulars zu. Wir müssen Ihre paybox sonst leider sperren. Formular und weitere Infos im passwortgeschützten Bereich meine paybox unter www.paybox.at daten. Ihre paybox Bank."

... kann leicht mit SPAM verwechselt werden

Oder stammte die SMS gar nicht von Paybox? Denn was denkt sich eine aufmerksame Konsumentin in einem solchen Fall? Richtig! Genauso klingen Phishing-Mails und -SMS, von denen heutzutage mehr als genug im Umlauf sind. Daher war Frau Singer stark im Zweifel, ob nicht einfach jemand unter falschem Namen ihre persönlichen Daten erschleichen wollte.

Einfachsten Kommunikationsweg gewählt

Dann sah sie, dass die Rufnummer, von der die SMS stammte, ähnlich jener war, die sie fürs Handyparken über Paybox verwendete. Und tatsächlich fand sich unter dem in der SMS angegebenen Link eine Paybox-Seite mit passendem Text und dem erwähnten Formular. Frau Singers Anruf bei der Hotline endete in der Warteschleife. Die Anfrage per E-Mail an das Paybox-Kundenservice ergab schließlich folgende Antwort: "Als junge Bank gehen wir mit der Zeit und kommunizieren mit unseren Kunden auf dem einfachsten Weg."

Verunsicherung beim Paybox-Kunden

Der einfachste Weg muss freilich nicht immer der vorteilhafteste sein, vor allem nicht, wenn er zur Verunsicherung der Kunden beiträgt. Bleibt zu hoffen, dass die anderen infolge einer "Stichprobe" angeschriebenen Kunden sich gleichfalls die Mühe gemacht haben, der SMS auf den Grund zu gehen, statt sie als Spam zu betrachten und zu ignorieren.

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