PDF-Reader: Foxit statt Adobe

Alternativer PDF-Reader

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veröffentlicht: 27.05.2014

Inhalt

KONSUMENT-Computertipps: Wir zeigen, wie Sie Umwege vermeiden, Probleme lösen und informieren über nützliche Alternativen. - Diesmal: Groß, schwerfällig und ein Sicherheitsrisiko – diese negativen Eigenschaften des weit verbreiteten Adobe Readers lassen viele Nutzer nach Alternativen wie dem Foxit Reader greifen.

PDF: weit verbreitet und kaum veränderbar

Seit die elektronischen Rechnungen den Papierausdruck im großen Umfang ersetzt haben, ist das Portable Document Format (PDF) weit verbreitet, weil es plattformübergreifend darstellbar und nicht so einfach veränderbar ist. Die nötige Software, der Adobe (Acrobat) Reader, wird vom US-amerikanischen Unternehmen Adobe bereitgestellt, welches das Dateiformat vor rund 20 Jahren selbst entwickelt hat.

Vorsicht ist immer geboten

Wie so oft macht häufige Nutzung PDFs auch für Virusattacken interessant, bei denen infizierte Dateien Sicherheitslücken des Adobe Readers ausnutzen. Wie allgemein im Internet gilt daher auch hier: PDFs unbekannter Herkunft nicht unüberlegt öffnen und die Software mittels automatischer Updates immer auf dem letzten Stand halten.

Schlank trotz Funktionsvielfalt

Eine andere Möglichkeit ist der Umstieg auf einen alternativen Reader, wie etwa Foxit (www.foxitsoftware.com/german/downloads). Die Kritiker des Adobe Readers verweisen – neben dem Sicherheitsrisiko – nämlich auch darauf, dass dieser mit rund 112 MB unnötig viel Platz auf der Festplatte verschwendet und aufgrund seiner Überfrachtung auch zu langsam reagiert. Der Foxit Reader hingegen ist mit etwas mehr als 37 MB sehr schlank gehalten und verfügt trotzdem über eine beeindruckende Funktionsvielfalt, etwa wenn es darum geht, Kommentare und Korrekturvermerke in PDFs anzubringen oder eigene PDFs zu erstellen. Nur was die Sicherheit betrifft, sollten Sie trotzdem nicht völlig sorglos sein, denn auch die Nutzung von Foxit kann nicht vor allen Eventualitäten schützen.

TuneUp Utilities: Unnötiges deaktivieren

Wenn Sie sich dafür interessieren, können Sie Foxit problemlos parallel zum Adobe Reader installieren. Achtung: Wie bei Freeware weithin üblich, wird versucht, ein weiteres Programm mitzuinstallieren, nämlich die TuneUp Utilities. Entfernen Sie im Zuge der Foxit-Installation den Haken vor der Endbenutzervereinbarung der TuneUp Utilities. Den sicheren Lesemodus lassen Sie hingegen aktiviert).

Über das jeweilige Programmenü oder mittels Rechtsklick auf eine PDF-Datei und „Öffnen mit“ entscheiden, welcher Reader aufgehen soll. Zum Festlegen von Foxit als Standard-Reader beachten Sie bitte den Computertipp "Standardprogramme in Windows festlegen und ändern").

Festlegungen im Browser

Entscheiden Sie sich für den Foxit Reader, sollten Sie in der Folge auch die Festlegungen für das Browser-Plugin ändern, das sich beim Betrachten von PDFs im Internet öffnet. Dazu gehen Sie bei den einzelnen Browsern wie folgt vor:

  • Internet Explorer: >>Einstellungen/Add-Ons verwalten/(Anzeigen): Ohne Berechtigung ausführen/(Adobe PDF Reader markieren)/Deaktivieren<<..
  • Mozilla Firefox: Unter „Add-ons“ Adobe Acrobat auf „Nie aktivieren“ setzen, während beim Foxit Reader Plugin für Mozilla „Immer aktivieren“ stehen sollte.
  • Google Chrome: In die Adresszeile des Browsers chrome://plugins eintippen und danach den Adobe Reader sowie den Chrome PDF Viewer deaktivieren.

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Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
6 Stimmen

Kommentare

  • PDF-Reader
    von ling am 03.07.2014 um 14:27
    @Annamaria: Es ist sehr wohl ein Unterschied ob eine Installation auf einem PC, Notebook oder einem Gerät mit einem relativ kleinen Datenträger erfolgt (zB ein Tablet mit Windows 8). Der Reader ist ja nicht das einzige Programm auf dem Gerät, dazu kommen noch Daten. Es ergibt durchaus Sinn auch in Zeiten der Riesendatenträger seinen Speicherplatz nicht unnötig zu vergeuden. Der von der Redaktion erwähnte PDF-Reader "Sumatra" kommt mit weniger als 10 MB aus und hat dazu noch eine Funktion die ich bisher bei sämtlichen Readern vermisst habe: Blättern in Verzeichnissen, um sich einen groben Überblick über den Dateiinhalt zu verschaffen. Ein Beispiel gefällig? Sie haben 150 PDF-Dateien in einem Verzeichnis und die Namen sind nicht sehr aussagekräftig (warum das so ist sei dahingestellt...). Wenn Sie nun mit Ihrem Adobe Reader diese Dateien betrachten wollen, was machen Sie? Richtig, Sie klicken eine Datei an, öffnen sie, schließen sie wieder und gehen zur nächsten, dann beginnt das Spiel von Neuem. Eine langwierige Angelegenheit. Bei Sumatrag geht das viel einfacher und vor allem schneller: In das Verzeichnis mit den Dateien wechseln, die erste PDF-Datei öffnen und anschließend mit der Tastenkombination Strg+Umschalt+Pfeil rechts durch die Dateien bewegen. Damit wird jeweils die erste Seite der Datei aufgerufen. Lässt man im geöffneten Dokument die Kombination Strg+Umschalt weg, dann kann man bei mehrseitigen Dokumenten auch die übrigen Seiten betrachten. Ich finde das ist eine Fähigkeit eines PDF-Betrachters die immens viel Zeit und Klickarbeit spart. Lediglich bei Portfolio-Dateien muss Sumatra passen, doch diese kann man ja auch mit dem Adobe Reader betrachten, zumal es sich bei solchen Dateien ja meistens um komplexere Layouts bzw Kombinationen von Dateitypen handelt (eingebettet udgl mehr). Warum die Redaktion den FoxIt-Reader so bevorzugt, kann ich nicht nachvollziehen, gut, er hat mehr Funktionen als Sumatra, doch wenn es nur um die "Betrachtung" geht, ist Sumatra um einiges schneller und vor allem schlanker. Die Installation verbraucht keine 10 MB Speicherplatz, FoxIt-Reader benötigt ziemlich genau so viel Speicher wie der Adobe Reader, nämlich rd 120 MB. Sumatra gibt es auch als portable Version und läuft von jedem USB-Stick. Selbst eine 64-Bit-Version ist verfügbar. Die Installation beschränkt sich nur auf ein Verzeichnis mit einigen Dateien und einigen üblichen Registryeinträgen. Ich habe FoxIt installiert und getestet, in der deutschen Version (6.1.3.021) - ca 45 MB bei chip.de - ist kein TuneUp enthalten. Störend ist der ständige Hinweis auf diverse Produkte des Herstellers (selbst im Offline-Modus wird rechts immer Werbung eingeblendet), das ist natürlich notwendig, weil das Produkt gratis ist. Bei einer evtl Exstallation werden Registryeinträge übrigens nicht gelöscht! Fazit: Wer das Original möchte, muss zu Adobe wechseln oder dabei bleiben. FoxIt ist zwar leistungsfähiger als Sumatra, doch werbefinanziert. Optisch passt er natürlich besser zu Windows 8, denn er hat bereits dessen neues Design. Sumatra ist klein, schlank und schnell und "nervt" genau einmal nach der Installation mit einer Spendenaufforderung, dann ist Schluss. Überdies ist Letztgenannter besonders auf älterer Hardware vorzuziehen, da das Programm auf Grund seiner Größe erst recht seine Stärke im Vergleich zu den anderen aufgeblähten Programmen zeigen kann. @besserwisser: Nitro - jein. Viele Funktionen, doch auch werbefinanziert mit allen Nachteilen. Noch ein Hinweis zu "Gratis"-Angeboten: Stets die benutzerdefinierte Installation verwenden, hier muss man zwar lesen, doch der Aufwand lohnt sich immer. Keine unnötigen Toolsbars, keine "Trial"-Versionen und vor allem keine Überraschungen...
  • Speicherplatz
    von Kleinerjosef am 01.07.2014 um 09:45
    Ob 500 GB viel oder wenig sind ist irgendwie vergleichbar mit der Frage, ob das Glas halb leer oder halb voll ist. Es ist eine Frage des Standpunkts und hängt davon ab, was man mit dem Computer anstellt. Ich selbst habe 1 Terabyte, also 1000 Gigabyte. Und weil ich 5500 MP3-Dateien, ein paar tausend Fotos und etliche Familienvideos gespeichert habe, sind 600 Gigabyte schon belegt. Die Programme für die Foto- und Videobearbeitung machen natürlich auch etwas davon aus. Aus meiner Sicht ist meine Festplatte jedenfalls schon mehr als halb voll - und das ist in diesem Fall schlecht, weil der Platz knapp werden könnte. Da sind 70 MB, die ein Programm mehr oder weniger braucht, dann nicht mehr egal. Aber ich kenne auch Leute, die mit 250 GB locker auskommen, weil sie außer E-Mails und ein paar Fotos nichts auf dem Computer gespeichert haben.
  • Foxit
    von REDAKTION am 20.06.2014 um 09:57
    Wir haben festgestellt, dass der Foxit Reader zumindest beim erstmaligen Öffnen großer PDF-Dateien (40 MB und mehr) um ca. 1,5 Sekunden schneller ist als der Adobe Reader. Das mag nicht viel erscheinen, aber es handelt sich bei unserem Testcomputer auch um ein Gerät mit entsprechend hohen Leistungsdaten. Trotzdem ermöglicht der Foxit auch hier ein komfortableres, weil stockungsfreies Scrollen durchs Dokument, während beim Adobe Reader immer wieder das Bild kurz hängen bleibt. Sie dürfen außerdem nicht vergessen, dass viele unserer Leserinnen und Leser, an die sich diese Computertipps richten, ältere Computer verwenden, die hardwaremäßig nicht dem aktuellen Stand entsprechen - und dies inkludiert auch das Festplattenvolumen. Noch vor wenigen Jahren war ein Laptop schon mit 250 GB top ausgestattet, 160 GB waren Standard. Es bleibt aber natürlich jedem unbenommen, jene Software zu verwenden, mit der er/sie zufrieden ist und gut zurecht kommt und wir raten auch nicht dazu, unbedingt auf Foxit umzusteigen. Wir haben aber auf die Tatsache reagiert, dass der Wunsch nach einer Alternative zum Adobe Reader relativ weit verbreitet ist. Ihr Konsument-Team
  • Foxit
    von Grouper am 20.06.2014 um 09:30
    Foxit ist definitiv nicht schneller als der Adobe Reader. Ich habe beide ausprobiert, und der Vergleich macht mich sicher. Und das Argument, der Adobe Reader sei mit 112 MB zu groß, ist in Anbetracht der Tatsache, daß Festplatten heutzutage wenigstens 500 GB Speicher besitzen, einfach lächerlich.
  • Alternative 2
    von REDAKTION am 17.06.2014 um 15:56
    Gerne verwendet wird weiters der PDF-XChange Viewer in seiner kostenlosen Version. Ein sehr einfach gehaltener PDF-Betrachter ist Sumatra PDF. Ihr KONSUMENT-Team.
Bild: VKI