Schadsoftware: Trojaner

Von wegen Internet-Polizei

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KONSUMENT 9/2012 veröffentlicht: 16.07.2012, aktualisiert: 30.08.2012

Inhalt

Polizei-Trojaner im Umlauf. Dieses schädliche Computerprogramm installiert sich vom Nutzer unbemerkt und läuft im Hintergrund, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen.

„Ihr Computer wurde gesperrt. Zur Entsperrung überweisen Sie uns bitte einen Strafbetrag von Euro 100.“ Eine Menge solcher Trojaner (Schadsoftware) sind im Internet unterwegs. Einige davon sind mit Polizei-Logos versehen, was viele Nutzer in die Falle tappen lässt.

Unbemerktes Einnisten des Schädlings

Erstmals gesichtet in Deutschland und der Schweiz, treibt diese Malware bereits seit dem Frühjahr 2011 ihr Unwesen. Der Virus nutzt Sicherheitslücken aus, um sich über eine Webseite auf dem PC des Opfers einzunisten. Häufig gelangt er auch über ein Java-Update auf den Computer. Durch den Virus werden der Explorer, der Desktop sowie Einträge in der Windows-Registrierungsdatenbank angegriffen, verändert und gesperrt. Bei einem Neustart des PCs erscheint schließlich die Pop-up-Meldung mit der Zahlungsaufforderung.

Als Begründung für die Computersperre nennt die vermeintliche „Polizei“ das Betrachten von anrüchigen Webseiten oder ähnlichen verbotenen Inhalten im Internet. Der Nutzer habe dadurch gegen ein Gesetz verstoßen und müsse, mittels eines anonymen Onlinezahlungsservices (z.B. Paysafe, Ukash), eine Strafgebühr bezahlen.

Regelmäßige Sicherheits-Updates schützen vor Viren

Bis dato sind nur Windows-Betriebssysteme von diesem Polizei-Tojaner betroffen. Für gewöhnlich sollten Sicherheitsprogramme diese Malware erkennen. Führen Sie laufend Sicherheits-Updates für Ihr Betriebssystem durch, laden Sie regelmäßig Aktualisierungen von ihren Programmen (z.B. Adobe Acrobat Reader) herunter und achten Sie auf eine aktuelle Antivirensoftware. Sollte Ihr Computer von einem solchen Virus betroffen sein, wenden Sie sich am besten an ein Computerfachgeschäft oder suchen Sie auf der Webseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (http://bka-trojaner.de/) nach erster Hilfe.

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Kommentare

  • Auch gefälschte Polizei-mails
    von eiger am 02.03.2013 um 12:42
    ... waren schon im Umlauf für private Nutzer gibt es kostenlose Spamfilter: hierbei kann man sich die Nachricht ansehen ohne sie öffnen zu müssen (hängt wohl auch vom Anbieter ab). Auch eine Umschaltung von html-Format in "nur Text Format" lässt Schwindler rasch auffliegen.
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