Siemens Schnurlostelefon Gigaset E150

Mut zur Größe

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Konsument 9/2004 veröffentlicht: 17.08.2004

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„Alles wird heute immer kleiner“, beurteilt nicht nur Siemens den Miniaturisierungswahn der Telefonhersteller. Doch jetzt gibt es ein neues Schnurlostelefon mit Anrufbeantworter: das Siemens Gigaset E150.

„Hier ist alles ein bisschen größer.“ Die Tasten sind es, das Display auch, die Schriftgröße auf dem Display lässt sich auf „Jumbo“-Format aufblasen. Der Klingelton ist lauter, und auch die Lautstärke im Hörer lässt sich höher einstellen als üblich.

Telefon für ältere Zielgruppe

Alles in allem ein Telefon, das für die ältere Zielgruppe maßgeschneidert scheint. Personen, die schon etwas schlecht hören oder sehen, werden sich mit dem Gigaset E150 leichter tun. Dies wird durch das Prüfsiegel der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik bestätigt. Das Gerät verfügt auch über eine SOS-Taste. Darauf können bis zu vier Nummern hinterlegt werden. Nimmt einer der angewählten Personen den Anruf entgegen, wird automatisch ein Notruftext übermittelt.

Notruftelefon dadurch nicht ersetzbar

Ein echtes Notruftelefon kann damit aber nicht ersetzt werden. Darunter versteht man einen Sender, der direkt am Hals oder als Armband getragen werden kann. Durch Knopfdruck wird automatisch eine Verbindung zu einer Notrufzentrale hergestellt. Per Freisprecheinrichtung kann der Betroffene dann von jedem Standort in seiner Wohnung mit der Zentrale sprechen. Das ist mit dem Schnurlostelefon von Siemens natürlich nicht möglich. Schon allein deshalb, weil kaum jemand das Mobilteil eines Telefons immer bei sich tragen wird. Und wenn, kann er es im Fall eines Sturzes möglicherweise nicht aktivieren.

Relativ hoher Preis

Jedenfalls ist es erfreulich, dass ein Unternehmen sich über die Bedürfnisse von Senioren Gedanken macht und ein Produkt auf diese Zielgruppe ausrichtet. Ein Wermutstropfen mag allerdings der Preis sein. Der Richtpreis für das Schnurlostelefon (inklusive Anrufbeantworter) beträgt 190 Euro. Solche Telefone gibt es auch unter 100 Euro. Ein Vorteil sei noch erwähnt: Die Stromversorgung besorgen zwei Standard-Akkuzellen (Typ AAA – Mikrozellen). Da hat man kein Problem beim Nachrüsten eines kaputten Akkus.

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