SIM-Karten: Schutz vor Missbrauch

Schnell handeln im Ernstfall

Seite 1 von 1

KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014

Inhalt

Immer wieder gibt es SIM-Karten-Missbrauch nach Handydiebstählen mit Rechnungen über Tausende Euro. Warum bieten die Bildschirmsperre und der PIN keinen Schutz? Kann ich vorbeugend etwas tun? In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Mag. Gernot Schönfeldinger.

Gernot Schönfeldinger (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Mag. Gernot
Schönfeldinger

PIN und Bildschirmsperre schützen vor dem Kartenmissbrauch durch Gelegenheitsdiebe, die es vor allem auf das Gerät abgesehen haben. Wobei man sagen muss, dass die beliebten Entsperrmuster den Nachteil haben, dass man die Spuren oft am Touchscreen nachverfolgen und so leichter erraten kann als Zahlencodes.

Extrem hohe Rechnungen sind das Ergebnis organisierter Kriminalität. Die Täter sind technisch entsprechend ausgerüstet, um den PIN zu knacken und mehrere parallele Verbindungen zu Mehrwertnummern aufzubauen, mit deren Betreibern sie kooperieren.

Sperre und Anzeige

Vorbeugend lässt sich leider nichts tun, aber je schneller man im Ernstfall handelt, desto besser. Das heißt: die SIM-Karte umgehend vom Betreiber sperren lassen (online oder via Hotline), weil man bis zum Einlangen der Meldung selbst für Schäden haftet, und danach eine polizeiliche Anzeige erstatten, um in der Folge eine neue SIM-Karte zu erhalten.

Falls das Handy wieder auftaucht, kann man es am besten über die IMEI identifizieren, die man sich gesondert notieren sollte (Abfrage durch Eingabe von *#06# über die Tastatur).


Hier finden Sie mehr unserer Tipps nonstop.

Bild: KONSUMENT.at auf Facebook - Jetzt Fan werden!