Smartphone: Sicherheits-Apps

Bei Verlust oder Diebstahl

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KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 26.09.2013

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Test: Smartphones sind für kriminelle Angriffe zunehmend interessant. Spezielle Apps und präventive Maßnahmen schützen die persönlichen Daten.

Smartphones haben in vielen Bereichen den Computer abgelöst. Das hat zur Folge, dass der Gerätespeicher viele persönliche Daten enthält, die vor dem Zugriff Dritter geschützt werden sollten – sei es bei Verlust oder Diebstahl, sei es bei einem Angriff von außen, etwa per App oder über das Internet. Wir prüfen in diesem Test bekannte Sicherheits-Apps für Smartphones gegen Malware, Phishing, Trojaner, Spam.

Vor allem Android-Handys betroffen

Kriminellen Aktivitäten konzentrieren sich auf Handys mit dem Betriebssystem Android. Dies hat mit ihrer großen Verbreitung zu tun, aber auch mit der Tatsache, dass sie ein ­leichteres Ziel bieten als etwa das iPhone von Apple.

SIM-Sperre bei allen Smartphones

Beginnen wir mit dem Test-Szenario Verlust oder Diebstahl. Die beiden grundlegenden Schutzmaßnahmen für jedes Smartphone sollten die SIM-Sperre und die Bildschirmsperre sein. Bei der (standardmäßig aktivierten) SIM-Sperre fragt das Gerät nach dem Einschalten den Code der eingelegten SIM-Karte ab, den man vom Provider bekommen hat. Erst nach korrekter Eingabe kann man telefonieren oder eine Datenverbindung herstellen, die übrigen Funktionen sind aber frei zugänglich.

Bildschirmsperre

Die Bildschirmsperre hingegen verhindert bei ein­geschaltetem Gerät den Zugriff auf sämtliche Funktionen des Smartphones. Wer es benutzen möchte, muss einen individuell verge­benen vierstelligen Code kennen.

Passwort oder individuelles Muster

Alternativ dazu gibt es die Optionen eines Passworts und – unter Android – eines auf dem Bildschirm zu zeichnenden individuellen Musters (hinterlässt allerdings verräterische Finger­abdrücke). Außerdem kann man den Zeitraum bis zur Aktivierung der Bildschirmsperre variieren. Auf jeden Fall sollte man einfach zu erratende Zahlen- oder Buchstabenkombi­nationen (etwa: 1234) vermeiden.


Lesen Sie auch unseren Test: Smartphones 9/2013 (Galaxy S4 mini, Galaxy S4 Zoom, HTC One, LG Optimus G, uva.).

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
McAfee Antivirus & Security, Avast Mobile Security, Bitdefender Mobile Security, AVG AntiVirus Pro , Lookout Security & Antivirus, Norton Antivirus & Sicherheit, Eset Mobile Security, TrendMicro Mobile Security & Antivirus, TrustGo Antivirus & Mobile Security, Kaspersky Mobile Security Lite, Dr. Web Anti-virus (paid), Zoner AntiVirus Free, G Data Mobile Security Version 2, NQ Security Multi-language Premium, MyMobile Security MyAndroid Protection Antivirus

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3 Stimmen

Kommentare

  • Avira Free Android Security
    von lemagnum am 23.10.2013 um 23:50
    Avira Free Android Security kommt im Test nicht vor. Gibt es vielleicht dennoch Erfahrunsberichte?
  • Firewall von Avast
    von REDAKTION am 21.10.2013 um 11:11
    Es handelt sich hier um einen internationalen Gemeinschaftstest und leider ist bei der Übermittlung der Daten die Tatsache untergegangen, dass die Nutzung der Firewall nur auf gerooteten Android-Smartphones möglich ist. Dies bedeutet aber nicht, dass die App selbst einen Root durchführt, sondern dass man die Firewall andernfalls nicht aktivieren kann. Grundsätzlich stimmt es, dass wir vom Rooten abraten, Avast ist aber aufgrund der Testergebnisse auch ohne Firewall eine gute Wahl. Aus heutiger Sicht kann man davon ausgehen, dass es in Zukunft weitere Firewalls für Smartphones geben wird und wohl auch ohne Root als Vorbedingung, weil dies grundsätzlich wünschenswert wäre. Keine Firewall (und kein Virenschutz) kann allerdings jetzt und in Zukunft den einzelnen Nutzer von seiner Verantwortung entbinden, Apps nur mit Überlegung zu installieren, diesen nicht ungeschaut Rechte zu gewähren oder nicht vorschnell Links zu unbekannten Internetseiten anzuklicken. Ihr KONSUMENT-Team
  • FIREWALL
    von erichwagner am 20.10.2013 um 12:43
    Bisher hatte ich auf meinem Handy keine Firewall. Aufgrund Ihres Tests habe ich daher AVAST installiert. Beim Aktivieren der Firewall stellte sich heraus, dass diese nur bei gerooteten Handys funktioniert. Da Sie in Ihrem Buch "Mein neues Smartphone" dem "Normal"-User vom Rooten abraten, habe ich AVAST deinstalliert und meine bisherige Sicherheits-App wieder installiert. Ein entsprechender Hinweis in Ihrem Artikel wäre wohl sinnvoll gewesen!
  • Backup mit Avast App
    von ligreto am 14.10.2013 um 00:49
    Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass Avast eine eigene App für Backups anbietet.
  • Sicherheitsmaßnahmen
    von REDAKTION am 10.10.2013 um 09:44
    Die Frage zur Sinnhaftigkeit von Sicherheitsmaßnahmen lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Vorteil vieler Sicherheits-Apps für Android ist z.B., dass man damit (so wie beim iPhone standardmäßig) ein echtes Backup durchführen kann und dadurch eine umfassendere Datensicherung als vom Anbieter vorgesehen. So stehen dann auch bei Geräteverlust und damit verbundener Neuanschaffung die eigenen Daten wieder zur Verfügung. Tatsache ist auch, dass gestohlene Handys in der Vergangenheit sehr wohl zum ausgiebigen Telefonieren verwendet wurden. Und wenn ein Unbefugter das Smartphone abschaltet und die SIM-Karte tauscht, dann wird das Gerät dank Sicherheits-App beim nächsten Einschalten gesperrt oder sendet selbsttätig eine SMS mit der neuen Telefonnummer an eine vordefinierte Rufnummer. Dies alles ist keine Garantie, dass man sein Smartphone jemals wiederbekommt und dass es keine Möglichkeiten gibt, die Sicherheitsvorkehrungen zu knacken. Aber je verbreiteter solche Sicherheitseinrichtungen auf den Smartphones sind, desto unattraktiver werden sie zumindest für Gelegenheitsdiebe. Ihr KONSUMENT-Team
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