Telefonärger: A1 verdoppelt Beschwerden ...

... Orange halbiert sie

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KONSUMENT 8/2012 veröffentlicht: 19.07.2012

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Die Beschwerden in Festnetz- und Mobilfunkt haben einen neuen Rekord erreicht. A1 hat T-Mobile bei den Beschwerden als Spitzen­reiter abgelöst. Die Anbieter lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen.

Einen traurigen Rekord musste die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) Ende Mai in ihrem "Tätigkeitsbericht der Schlichtungsstelle“ für das Jahr 2011 verzeichnen: Mit 5.470 neuen Schlichtungsanträgen in Sachen Telefonanbieter erreichten die Beschwerden ein Allzeit-Hoch, sie lagen um ein sattes Viertel über jenen des Jahres davor.

Häufigste Streitpunkte:

  • Stark überhöhte Rechnungen für die Telefonie, vor allem aber im Zusammenhang mit der mobilen Internetnutzung. "Streitbeträge in der Höhe von einigen Hundert Euro waren dabei eher die Regel als die Ausnahme", stellt die RTR dazu nüchtern fest.
  • Vertragsschwierigkeiten, oft bedingt durch die permanenten, einseitigen Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Anbieter
  • Gebühr: Entgeltstreitigkeiten im Zusammenhang mit Daten-Roaming, Sprach- und SMS-Mehrwertdiensten

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Problemfälle könnten in die Zehntausende gehen

Diese Zahl der Schlichtungsanträge stellt gleichwohl nur die Spitze des Eisbergs an Unzufriedenheit mit den heimischen Mobilfunkbetreibern dar. Zählt man die Anfragen im RTR-Callcenter (wo schon etliche Probleme im Vorfeld gelöst werden können), die Beschwerden beim VKI und bei den Arbeiterkammern, die Hilferufe auf Webseiten der Betreiber und in unzähligen unabhängigen Foren im Internet hinzu, dürfte die Zahl von Problemfällen in die Zehntausende gehen.

Österreicher telefonierten 2011 rund 42.000 Jahre

Andererseits: Im vergangenen Jahr telefonierten die Österreicher im Umfang von rund 42.000 Jahren (22,2 Mrd. Minuten) im Mobilfunknetz. Durchschnittlich versendete jeder Österreicher – vom Baby bis zum Großpapa gerechnet – 870 SMS (7,3 Mrd.). Der mobile Datenverkehr entspricht dem Speichervolumen von fast 90.000 Festplatten à 500 Gigabyte (43.228 Terabyte).

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Kommentare

  • A1 Telekom Machenschaften
    von JuanJorge am 10.04.2014 um 10:28
    Mich wundert dass der VKI gegen A1 noch keine Verbandsklage durchgeführt hat hinsichtlich der einseitigen Angebote auf der A1 Internetseite. Dass man per Telefon nur unqualifizierte A1 Mitarbeiter zu sprechen bekommt, falls man überhaupt nach minutenlangen Warteschleifen einmal überhaupt jemanden zu sprechen bekommt, dass es aber nicht einmal mehr eine Mailadresse gibt ist das Andere. Wenn man auf der Internetseite eingeloggt, - seinen Vertrag - ein Zusatzpaket oder Leistung - Einziehungsauftrag kündigen möchte, kommt man schnell drauf dass dies gar nicht möglich ist. Man kann nur einen Vertrag eröffnen, ein Paket oder Leistung dazu bestellen oder einen Einziehungsauftrag einrichten. De KSchG nach erscheint mir das als einer äußerst einseitige und kundennachteilige Vorgehensweise der A1, welche ebenso jegliche Basis für ein faires Geschäftsgebaren zwischen Dienstleister und Auftraggeber fehlt. Das Problem ist dass in Österreich nach wie vor die Meinung herrscht, der Auftragnehmer und nicht der Kunde ist König! Es ist an der Zeit für eine rechtliche Klarstellung den Mobiltelefonbetreiber gegenüber.
  • Kündigen per Fax
    von frappe am 05.01.2014 um 16:39
    Nur so als Hinweis zu dem "oder Sie kein Faxgerät (mehr) besitzen." Viele Laptops/Netbooks haben einen Anschluß für ein Telefonkabel (dh dieses kann zB kurzfristig vom Telefon umgesteckt werden.) Windows (XP, 7) bietet die Möglichkeit mit Bordmittel ein Fax zu senden/empfangen. Dazu muss dieses einmal eingerichtet werden, und kann dann zb über den Dokumentendruck angesprochen werden. Anstatt ein Dokument zu drucken, schickt man es einfach an das Fax. Für völlig Unbedarfte hinsichtlich Computer mag das vielleicht zu kompliziert sein ... Mir hat es oft gute Dienste geleistet. HTH
  • A1 hat von nix eine Ahnung
    von Gugsl88 am 06.12.2012 um 19:40
    Guten Abend Also ich machte mit a1 schon einiges mit. Zuletzt hab ich meinen A1 kombivertrag (internet+tv) gekündigt. 2 Monate nach dem Kündigungsschreiben krieg ich eine Email wo steht: "Ein Servicemitarbeiter wird mit Ihnen in Kontakt tretten und die Entsprechenden Geräte abbauen und mitnehmen (TV box)" Aber ein Servicemitarbeiter meldete sich nie also rief ich die a1 hotline an. Die Dame am Telefon erklärte mir dass ich das Gerät selbst zurückschicken muss weil das mit dem Servicemitarbeiter schon lange geändert wurde (- warum krieg ich eine email?).Wenn ich das Gerät nicht zurückschicke werd ich einen Anteil noch vom Gerät zahlen müssen laut der Dame und den Versand des Gerätes muss ich natürlich zahlen. Nachdem schaute ich bei der a1 website nach und fand das Geräte ab einem bestimmten Baujahr zum Entsorgen sind welches meines dabei war. So wieder Hotline angerufen: Der Mitarbeiter sagte mir ich kann das Gerät wegschmeißen weil ich es gezahlt habe und nicht geliehen. Das war mein erstes Problem. 2. Problem Ich zieh gerade um in ein eher kleineres Dorf. Natürlich brauch ich dort ein Internet, ging also mal in den a1 shob in city arkaden und frag ob es dort verfügbar ist. Die Verkäuferin sagt ja und es wäre sogar Fiberglas dort vorhanden. In nächsten paar Wochen fuhr ich in einen anderen a1 shop südpark in klagenfurt. Erste Überraschung es gibt kein Fiberglas nur die normale Leitung (haben die verschiedene Programme zum nachschauen?) Ok ist ja egal nehm ich das normale, Vertrag unterschrieben am 12 Dez. soll der Techniker kommen. (bin schon gespannt ^^) Eine Bekannte wohnt im selben Dorf und unterschrieb den gleichen Vertrag fürs Internet. Heute sollte der Techniker kommen und das Anschließen. Techniker kam nicht hotline angerufen es ist kein Steckplatz für die Verbindung frei und es befinden sich schon 5 Leute in der Warteschleife. Am 12. wird es das selbe sicher bei mir sein. So meine Frage: Ich verkauf ein Produkt wobei es nicht vorhanden ist? Ich arbeite in der Privatwirtschaft und wenn ich einem Kunden das Produkt verkaufe und die Auslieferung an diesem Tag verspreche muss ich es einhalten oder soll ich ihm sagen es tut mir leid ich hab leider kein werkzeug dafür dass ich es fertigen kann? Mfg Thomas
  • Kleine Ergänzung zum Kommentar unten
    von NETclub50plus am 26.09.2012 um 08:17
    Der Tag ging, der Morgen ist gekommen. Was bislang nicht kam, ist die Bestätigungs-SMS von T-Mobile. Also weiterhin trotz vor bereits einer Woche bezahlten Wertkarten-Guthabens kein Telefonieren. Oder halt zum T-Mobile Abzocker-Preis, bei dem die erworbenen 1.000 Minuten statt 10 Euro satte 400 Euro kosten würden ...
  • Vorsicht vor Wertkarten-Abzocke bei T-Mobile!
    von NETclub50plus am 25.09.2012 um 21:09
    Was im Artikel schon angerissen wurde, hat sich jetzt für mich (erneut) bestätigt: 15 Minuten telefonieren mit Wertkarte = 10 Euro. Der Hintergrund: Am 20. 09. lud ich einen 10-Euro-Bon auf. Systemmeldung: "Ihr Konto wurde aufgeladen". Dennoch brav auf die (bei T-Mobile nirgendwo beschriebene) zusätzliche Bestätigungs-SMS gewartet. 1 Stunde, 2 Stunden, 12 Stunden, einen ganzen Tag lang. Danach habe ich in der Hoffnung telefoniert, dass T-Mobile aufgrund des KONSUMENT-Berichtes den Wegelagerer-Trick mit der zusätzlichen Bestätigungs-SMS eingestellt habe, die man abwarten muss, um das ja längst bezahlte Guthaben auch in Anspruch nehmen zu können (= 1000 Freiminuten) Leider ein Irrtum. Nach 15 Gesprächen - davon 13 unter 1 Minute - war mein "Guthaben" erschöpft. Statt der "1000 Freiminuten" wurden 0,40 Euro selbst für Gespäche von nur 4 oder 30 Sekunden Länge verrechnet. "Ihr Guthaben reicht leider nicht aus, um ...", hieß es danach. Heute Anruf bei der Helpline: Nach mehr als einer halben Stunde (!) Wartezeit ein freundlicher Herr. Man sei bereit, "in Kulanz" die 10 Euro gutzuschreiben, da die Wartezeit zum Einlangen der Bestätigungs-SMS doch sehr lange sei (bis heute: 5 Tage und noch immer nicht eingetroffen). Er schicke jetzt gleich eine neue Bestätigungs-SMS. Auf die warte ich nun - allerdings erst seit einer Stunde. Mal sehen ...
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