Telefonieren

Verschenkte Zeit

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Konsument 1/2000 veröffentlicht: 01.05.2002

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Mit ihrer Impulsverrechnung sichert sich die Telekom ein beträchtliches Körberlgeld: bei einer durchschnittlichen Telefonrechnung mehr als zehn Prozent.

Sie könnten sich beim Telefonieren glatt wie in Michael Endes Roman „Momo“ mit den grauen Herren von der Zeitsparkasse fühlen: Sie sparen und sparen, führen kurze Gespräche, und noch immer ist die Telefonrechnung höher als erwartet. Sie haben sich nicht verschätzt: Die Telekom verrechnet mehr als Ihre Stoppuhr angibt. Ein abendliches Ortsgespräch kostet zum Beispiel 40 Groschen pro Minute (Standardtarif), aber wenn Sie eine Minute telefonieren, bezahlen Sie trotzdem mehr als einen Schilling. Warum? Weil die Telekom immer ganze Impulse verrechnet. Sobald Ihr Gegenüber den Hörer abnimmt, fällt ein Impuls, und der kostet 1,056 Schilling. Erst in 2 Minuten 40 Sekunden fällt der nächste. Wenn Sie also nach einer Minute auflegen, haben Sie eine Gesprächsgebühr für gut eineinhalb Minuten verschenkt.

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