Telefontarife

Ein verwirrendes Angebot

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Konsument 6/1999 veröffentlicht: 01.05.2002

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Dutzende Anbieter überschwemmen den Markt. Wahllos präsentierte Tarifbeispiele verunsichern die Konsumenten.

Welche Telefongesellschaft hat das billigste Angebot? Auch wir können den vielen Ratsuchenden, die sich an uns wenden, keine einfache Antwort präsentieren. „Den billigsten Anbieter“ oder „den Testsieger“ gibt es nicht, auch wenn solche immer wieder präsentiert werden. Wer in die USA den billigsten Tarif anbietet, kann nach St. Pölten sündteuer sein. Nur eine Aussage läßt sich treffen, die wohl noch einige Zeit Gültigkeit haben wird: Wenigtelefonierer, deren Telefonrechnung bisher stets unter 1000 Schilling geblieben ist und die nur gelegentlich Gespräche außerhalb der Regionalzone führen, sollten nicht viel Zeit oder Geld in die Suche nach einem günstigeren Angebot investieren: Höchstwahrscheinlich könnten sie sich nicht einmal ein Packerl Zigaretten pro Monat ersparen. Nach wie vor gilt die Regel: Am meisten spart man, indem man seine Telefonate auf den Abend oder aufs Wochenende verlegt. Ein durchschnittlicher Konsumentenhaushalt führt bis zu 90 Prozent seiner Gespräche im Regionalnetz. „Nur 1 Schilling im ganzen Bundesland“, oder gar „egal wohin in Österreich“ mag zwar sensationell klingen, ist aber teuer, wenn man sowieso innerhalb der 50-km-Grenze bleibt. Ab 20 Uhr kostet ein Regionalgespräch bei der Telekom im Standardtarif 40 Groschen pro Minute.

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