Telekom

Tod als Routinefall

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Konsument 12/2003 veröffentlicht: 13.11.2003

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Die Telekom Austria zeigt sich beim Umgang mit Hinterbliebenen nicht gerade von der sensiblen Seite.

Nach Tod Anschluss umschreiben

Nach dem Tod ihres Ehemannes wollte Frau S. den seit Jahrzehnten unverändert bestehenden Festnetzanschluss auf ihren Namen umschreiben lassen. Das gehe nicht so einfach übers Telefon, sondern müsse auf schriftlichem Wege erfolgen, erfuhr sie bei der Telekom-Hotline. Wenige Tage später kam per Post ein Standard-Antrag auf Übernahme eines bestehenden Anschlusses, adressiert an den Verstorbenen.

Kein eigenes Formular

Auf diesem Formular wird auch die Unterschrift des Anschluss-Inhabers verlangt. In diesem Fall wollte die Telekom freilich nur die Sterbeurkunde sehen. Es drängt sich die Frage auf, ob es so selten vorkommt, dass ein Telekom-Kunde verstirbt und der Ehepartner den Anschluss übernimmt, dass sich ein eigenes Formular dafür nicht lohnt? Wenig später erhielt Frau S. jedenfalls ein Schreiben, in dem ihr gedankt wurde, dass sie sich für die Telekom Austria entschieden habe.

30 Euro Gebühr

Dies kostete sie 30 Euro. In der Folge kam Frau S. eher zufällig drauf, dass sie nun tatsächlich als Neukundin behandelt wird und deshalb alle individuellen Einstellungen sozusagen auf Null gesetzt wurden, wie beispielsweise die Rufnummernanzeige oder die Preselection für ihren gewohnten Alternativanbieter.

Keine Stellungnahme

Dies neuerlich zu ändern ist zwar nicht mit Kosten, wohl aber mit Mühe verbunden, weil sie dafür Telefonate führen und Formulare ausfüllen muss. Die Telekom, von uns kontaktiert, hat uns zwar eine Stellungnahme zugesagt, bis Redaktionsschluss ist diese allerdings nicht eingetroffen. Vielleicht fällt es den Verantwortlichen ja selber schwer, griffige Argumente zu finden.

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Bild: VKI