Vorsicht Falle: E-Mails

Spionage

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 16.09.2005, aktualisiert: 22.09.2005

Inhalt

Mit fingierten E-Mails erschleichen Gauner Geheimcodes, um damit ihr Unwesen zu treiben.

Phishing-Mail

Die E-Mail, die an leserbriefe@konsument.at kam, trug den Schriftzug der Deutschen Bank. Der „Sehr geehrte Kunde“ wurde aufgefordert, eine zusätzliche Autorisation auszufüllen, da in letzter Zeit die Betrügereiversuche, Geldmittel von den Bankkonten zu stehlen, häufiger geworden seien. Der Link zum Anklicken war gleich dabei. Aber: „Konsument“ führt kein Konto bei der Deutschen Bank. Daher war uns klar, dass es sich um eine Phishing-Mail handelt. Phishing kommt von Password-Fishing (Herauslocken von Geheimcodes). Klickt man den Link an, gelangt man auf eine gefälschte Website, die der echten täuschend ähnlich sieht. Dort soll man Kontonummer, PIN (Geheimcode) und TAN (Transaktionsnummer) eingeben. So können die Gauner das Konto des Opfers abräumen. Seit Kurzem werden derartige E-Mails verstärkt in Österreich registriert. Auch im Namen von Internet-Auktionshäusern oder Kreditkartenunternehmungen werden Phishing-Mails verschickt, um auf Kosten ahnungsloser Kunden Bestellungen zu tätigen.

E-Mails gleich löschen

E-Mails mit der Aufforderung zum „Aktualisieren von Daten“ sollte man daher am besten gleich löschen, den Link nicht anklicken und auch keine Attachments öffnen, warnt unsere Europäische Verbraucherberatung. Seriöse Unternehmen erfragen von ihren Kunden niemals vertrauliche Daten wie Kontonummer, PIN oder TAN per E-Mail, Telefon oder SMS. Sie verschicken auch keine Mails mit direktem Link zum Online-Banking-Login. In Deutschland grassiert dieser Trick schon länger. Die dortigen Banken haben ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Gut möglich, dass die Betrüger dann auf gefälschte Schriftzüge und Webseiten österreichischer Banken ausweichen.

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Bild: VKI