Navigationsgeräte

Klassenlose Gesellschaft

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Konsument 2/2010 veröffentlicht: 28.12.2009

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Bei den Navis gibt es keine Klasseneinteilung, aber große Unterschiede in Preis, Ausstattung und Qualität. Was zählt, sind vor allem Navigieren und Handhabung.


Die gute Nachricht: Navigationsgeräte werden immer billiger – das billigste in der vorliegenden Testauswahl kostet gerade einmal 100 Euro (im Schnitt), es ist das MOOV M305 von Mio. Die schlechte Nachricht: Kein Gerät ist ohne Fehl und Tadel, auf ein „sehr gutes“ Navi müssen die Autofahrer nach wie vor warten.

Tröstlich mag sein, dass die überwiegende Zahl der Geräte passabel funktioniert, die meisten erreichen im Test ein „Gut“ bis „Durchschnittlich“. In der jüngsten Testserie sind 25 Modelle vertreten, die Preise liegen zwischen 100 und 430 Euro.

Klassenlose Gesellschaft 

Warum werfen wir alle Geräte in einem Topf, kann man denn Einsteiger- und Premium-Modelle miteinander vergleichen? Man kann! Denn wir dürfen von jedem Gerät erwarten, dass es die Basics beherrscht. Es muss den Autofahrer erfolgreich zu einer beliebigen Adresse führen und man muss damit auch umgehen können.

Außerdem ist die Frage, wie man denn die einfachen von den Luxusausführungen unterscheiden soll? Im Handel wird hier kein Unterschied gemacht, es gibt bei den Navis keine Klasseneinteilung. Man könnte natürlich auf die Ausstattung abstellen, aber das ist kein brauchbares Kriterium. Denn was heuer noch als exklusiv gilt (z.B. Spracherkennung oder Gyrometer), kann in einem Jahr schon zum allgemeinen Standard geworden sein.

Preis kein Unterscheidungskriterium

Auch der Preis ist kein guter Indikator. Abgesehen davon, dass immer wieder hochpreisige Modelle zu sehr günstigen Aktionspreisen angeboten werden, ist auch bei den mittleren Preisen laut unserer Tabelle keine klare Linie erkennbar. Besonders deutlich wird dies beim Modell von NavGear: Es hat ein großes Display (5 Zoll, also fast 13 cm Diagonale) sowie Bluetooth, TMC, FM-Transmitter und Spurassistent und kostet dennoch nur an die 170 Euro. Dass es nur „weniger zufriedenstellend“ abschneidet, ist eine andere Geschichte …

Einfach ans Ziel kommen

Bleiben wir also bei der Methode, dass wir keine Klassen definieren, sondern jedes Navigationsgerät daraufhin untersuchen, wie gut (schnell, einfach …) es navigieren kann. Andere Funktionen (MP3-Player, Kamera, Fotodarstellung, Diebstahlschutz, Spracherkennung etc.) werden im Punkt Vielseitigkeit zwar auch bewertet, können aber mit einem Gewicht von 10 Prozent das Endurteil nur geringfügig beeinflussen. Das Ergebnis scheint uns recht zu geben. Am besten schnitt ein TomTom-Modell ab, das lediglich 166 Euro kostet. Die besonders vielfältigen Modelle TomTom GO 950 T und Navigon 8410 (beide „gut“ in puncto Vielfältigkeit) landeten dahinter.

 

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
TomTom ONE IQ Routes Europe, TomTom GO 950 T, TomTom XL IQ Routes Europe, Navigon 2410, Falk F12, Becker Traffic Assist Z205, Navigon 1310 Europe 40, Navigon 8410, Vexia 430 Econav, Garmin nüvi 1390Tpro, Navigon 7310 Europe 40, Navigon 8310 Europe 40, Navigon 2310 Europe 40, Navigon 4350 max, Garmin nüvi 1490Tpro, Mio Moov M405, Mio Moov M305, Vexia 350 Econav, NDrive Touch XL SE, Garmin Nüvi 1240, NDrive Touch SE, Mio Moov Spirit 500 Traffic, Mio Moov Spirit 500 HF Traffic, Mio Moov Spirit 300 Traffic, NavGear Streetmate GT-50T-3D

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
4 Stimmen

Kommentare

  • Testsieger
    von markus71 am 11.05.2010 um 02:37
    Testsieger mit schlechter Halterung im Auto das kann ja nur ein schlechter Witz sein ?!?
  • Fragwürdiger Testsieger
    von termite am 17.02.2010 um 16:25
    Daß bei fast allen Konsument-Navi-Tests ein TomTom-Gerät als Testsieger hervorgeht, wundert mich schon sehr. Insbesonders, daß beim aktuellen Testsieger "die Halterung schlecht hält", was ich - besonders beim Betrieb im Auto (und dafür sind die Navis ja gedacht) sogar als gefährlich einstufen würde.
  • Medion, Sponsoren, Testsieger
    von REDAKTION am 15.02.2010 um 16:46

    Medion: Navigationsgeräte werden - aus Kostengründen - im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests getestet. Leider gibt es keine 100-prozentige Marktabdeckung. Geräte der Marke Medion, die in der letzten Testserie auf dem Prüfstand standen, waren in Österreich leider nicht erhältlich.

    "Sponsoren": Nein, wir sind nicht bestechlich, wenn Sie das gemeint haben sollten. Die Tests werden nach einem strikten Prüfprogramm durchgeführt. Es wird penibel darauf geachtet, dass es zu keinen Bevorzugungen kommt.

    Testsieger: Bitte berücksichtigen Sie, dass die meisten Geräte relativ eng beisammen liegen. Es sind meist nur ein paar Punkte, die den Erstplatzierten vom Viert- oder Fünftplatzierten trennen. Eine Betrachtung der Detailergebnisse zeigt auch, dass TomTom-Modelle in keinem Bereich überlegen sind, sie haben in allen Bereichen Stärken und Schwächen, nur in der Endabrechnung haben sie gerade einmal die Nase vorne. Dass die Halterung des Erstplatzierten schlecht hält, geht auch in unser Testurteil ein.

    Prüfkriterien: Bedenken Sie bitte, dass angesichts der Vielzahl von Prüfkriterien einzelne Mängel nur mit relativ geringem Gewicht aufs Endurteil durchschlagen. Allein in der Kriteriengruppe "Stabilität Software und Gerät" kommen folgende Kriterien zur Bewertung:

    • - Akkutausch,
    • - Systemabstürze,
    • - Ein-Aus-Schalter,
    • - Stabilität und
    • - Ausführung des Gehäuses und Halters,
    • - Verfügbarkeit von Sicherheitskopien der Kartensoftware,
    • - Kratzfestigkeit der Anzeige,
    • - Haftkraft des Saugfußes.

    Ihre Kriterien: Zusammen gehen all diese Punkte mit lediglich 10 Prozent ins Endurteil ein. Wir raten: Orientieren Sie sich nicht nur nur am Endurteil sondern vergleichen Sie auch die Bewertung jener Kriterien, die Ihnen persönlich wichtig sind.

    Ihr "Konsument"-Team

  • Warum immer TOM-TOM??
    von bernhard33 am 15.02.2010 um 14:11
    S.g. Redaktion Ich bin schon jahrelang Leser des Konsument und habe schon viele Kaufentscheidungen wegen den Tests getroffen. Aber von diesem Test bin ich irgendwie enttäuscht. Ich besitze seit ca 2 Jahren ein Medion Navi (das leider nicht mal getestet wurde) und habe mir zum testen von einem Freund den "Testsieger" von TOM TOM ausgeborgt. Mein Medion gibt präzise Ansagen, ob Kreisverkehr, Abbiegemöglichkeiten oder Spurwechsel. Das TOM TOM Navi ist mit so vielen Situationen einfach überfordert bzw. erst sehr spät dran- besonders im Kreisverkehr- auch ist die Handhabung einfach schlecht und kompliziert-besonders die Halterung. Ich hatte den direkten Vergleich und würde mir nie ein Tom Tom Navi kaufen- deshalb frage ich mich, warum sind "immer" die Tom Ton Geräte so weit vorne in der Liste bzw. Testsieger. Gibt es in diesem Fall vielleicht Sponsoren?? MfG Bernhard
  • Test Navis
    von berger1 am 06.02.2010 um 17:21
    Hallo ! Von den Navigon Geräten können manche ein Fahrtenbuch (wenn auch nicht steuerlich anerkannt) führen. Wie ist das mit den Geräten im Test (nicht nur Navigon) MFG Berger
KONSUMENT-Lebensmittel-Check