FAQ zu Konsument.at

veröffentlicht: 2009-02-20, aktualisiert: 2009-02-20

Wer macht das Testmagazin "Konsument"?

Herausgeber von „Konsument“  ist der VKI (Verein für Konsumenteninformation).  Vereinsmitglieder sind die österreichischen Sozialpartner (Bundesarbeitskammer, Wirtschaftskammer, Österreichischer Gewerkschaftsbund, Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern) und die Republik Österreich, die mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag die Arbeit des VKI unterstützen.

Was macht Konsument einzigartig? 

Als einziges österreichisches Testmagazin ist „Konsument“ den strengen internationalen Standards von Verbraucherorganisationen verpflichtet. Dazu gehört die strikte Unabhängigkeit von Firmen (daher auch keine Werbung im Heft), die ausschließliche Orientierung an den Bedürfnissen der Konsumenten sowie höchste Ansprüche an sachliche Richtigkeit und Objektivität in der Berichterstattung. Diese Grundsätze sind in den Statuten des VKI verankert und für alle Mitarbeiter verpflichtend.

Warum bekomme ich, wenn das Heft in der Trafik kaufe, keinen freien Onlinezugang?

Wir haben geprüft, ob und zu welchen Kosten es möglich ist, den Käufern eines Einzelheftes zusätzlich einen Onlinezugang zu ermöglichen. Es wäre zu teuer. Wir hätten höhere Kosten bei gleichen Einnahmen.

Warum ist "Konsument" im Vergleich zu anderen Zeitschriften teuer?

Da gibt es mehrere Gründe. "Konsument“ ist kein Unterhaltungsmagazin, kein Meinungsmagazin. "Konsument“ enthält vorrangig exklusive Informationen mit hohem Nutzwert für den Leser. Beurteilen Sie daher den Preis von "Konsument" nicht anhand der bedruckten Menge Papier, sondern an der persönlich nutzbaren Information.

Es geht auch ums Geld. Andere Medien verdienen Millionen mit Werbung. Wir vom Verein für Konsumenteninformation sind eine Non-Profit-Organisation und verzichten auf Inserate oder ähnliche bezahlte Gefälligkeiten. Überlegen Sie folgendes Szenario: Angenommen ein Unternehmen, dessen Produkte in unserem Test sind, ist mit dem Ergebnis unzufrieden. Die Firma droht uns bei unerwünschten Testurteilen Inserate im Wert von 30, 70, 150.000 Euro zu stornieren. Wie würde sich das auf die Testurteile auswirken? Damit wir nicht aus Rücksicht auf Werbekunden Testurteile verbiegen und Berichte entschärfen müssen, verzichten wir auf Fremdwerbung. Testen ist teuer. Weil wir einerseits keine Werbeeinnahmen und andererseits erhebliche Kosten haben, müssen wir uns das Geld für unsere Arbeit direkt beim Kunden holen.

Wir sind immer wieder damit konfrontiert, dass Kunden mehr und bessere Leistung für weniger Geld oder gar gratis wünschen. Dieses Spiel können wir nicht mitspielen; irgendwer muss die Kosten tragen. Auch die Gründungs- bzw. Vereinsmitglieder des Vereins für Konsumenteninformation (Sozialpartner und Ministerium) sind nicht bereit ihre Mitgliedsbeiträge zu erhöhen. Wir mussten und müssen mehr Geld selbst verdienen und haben in den letzten Jahren unsere Eigenfinanzierung auf über 70 Prozent angehoben.

Wie kommt "Konsument“ zu seinen Themen?

Das Grundgerüst besteht aus den wichtigsten Anschaffungen von Konsumenten. Themen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Haushalt, Computer, Sport- und Freizeitgeräten, Auto, Versicherungen und Sparformen werden regelmäßig aufgegriffen und aktualisiert. Leserwünsche werden systematisch ausgewertet und fließen in die aktuelle Planung ein. Manche  Themen greift „Konsument“ auf, weil sie „in der Luft liegen“ und etwa durch die Werbung in den Blickpunkt des öffentlichen Interessen gerückt sind.

Wird "Konsument“ oft geklagt? 

Gerichtliche Schritte werden „Konsument“ oft angekündigt, mitunter sogar vor Veröffentlichung eines Beitrages. Nur wenige Fälle landen tatsächlich vor Gericht. „Konsument“ hat seit Gründung kein großes Verfahren verloren.

Wie lange dauert der Druck einer "Konsument“-Auflage ?

Derzeit werden Monat für Monat etwa 190.000 Exemplare gedruckt.  Das dauert etwa 20 Stunden. Eine Auflage wiegt übrigens über 18 Tonnen. Der Versand kostet (Stand 2010) ca. 35.000 Euro.

Was passiert mit den Testprodukten?

Die getesteten Produkte bleiben in den meisten Fällen aus Beweissicherungsgründen in den Prüflabors. Wenn das nicht nötig ist, werden sie einem wohltätigen Zweck zugeführt, unter den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verkauft oder fachgerecht entsorgt.

Warum sind "Konsument" -Beiträge nicht namentlich gezeichnet?

„Konsument“ veröffentlicht keine "persönlichen Meinungen", sondern fachlich verifizierte Rechercheergebnisse. Die Beiträge sind Resultat einer Teamarbeit zwischen Fachjournalisten und Fachexperten.

Warum sind die Tests so Wien-lastig?

Wir haben im Osten Österreichs die meisten Leserinnen und Leser. Unsere Ressourcen sind begrenzt. Aber  wir weiten im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten unsere Testaktivitäten aus, Beispiele aus jüngster Zeit: Kfz-Werkstätten,  diverse Servicetests, Apotheken, weitere österreichweite Recherchen sind in Vorbereitung. 

Warum war das Produkt „xy“ nicht im Test?

Wir können in keinem Bereich alle Produkte testen und müssen daher eine möglichst repräsentative Auswahl treffen. Wir nehmen auch an internationalen Gemeinschaftstests teil. Da müssen alle teilnehmenden Organisationen Kompromisse in der Auswahl der Testprodukte eingehen.

5 Euro für eine Online-Tageskarte – ist das nicht Nepp?

Nein. Qualitätsgesichertes Testen wird immer teurer. Beispiele: Das Testen nur eines einzigen Waschmaschinenmodells kostet zwischen 5000 und 7000 Euro, für Waschmittel oder Kosmetikprodukte betragen die Kosten zwischen 4000 und 7000 Euro pro Produkt. Die  Analyse von Lebensmitteln kostet pro Untersuchung und pro Probe mehrere hundert Euro. Pro Jahr veröffentlicht „Konsument“ Testurteile für mehr als 1000 Produkte oder Dienstleistungen.