Vorsicht, Falle!

Konsument 5/1999

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Konsument 5/1999 veröffentlicht: 01.05.1999

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Mauerentfeuchtung:
Feuchter Zauber

Vertreter dubioser Mauerentfeuchtungsgeräte haben wieder Hochsaison.

Ein romantisches altes Bauernhaus, liebevoll restauriert. Leider zeigen sich ständig Flecken im Mauerwerk, auch innen „feuchtelt“ es. Dauerhaft hilft hier nur eine radikale Sanierung: Also zum Beispiel sämtliche Mauern waagrecht durchschneiden und dazwischen eine Abdichtung anbringen, die das Aufsteigen des Wassers verhindert. Doch vor den Kosten schrecken die meisten Hausbesitzer zurück.
Vertreter versprechen eine Alternative: Ohne Strom, ohne Chemie, ohne Bauarbeiten, nur durch das Aufstellen geheimnisvoller Kästchen zieht sich das Wasser aus dem Mauerwerk zurück. Die Namen und Bezeichnungen wechseln, der Schmäh ist immer derselbe: Da ist von freier Energie, Gravomagnetismus oder Elektroosmose die Rede. Physiker und Techniker schmunzeln über den blühenden Unsinn in den Werbeunterlagen. Angeblich wurden hier bahnbrechende Naturgesetze entdeckt, die das ganze bisherige Weltbild auf den Kopf stellen…

Nur Sanierung nach anerkannten
Methoden hilft.

Schon vor vielen Jahren haben wir diese Geräte getestet („Konsument“ 9/93). Mit sehr magerem Ergebnis. Manchmal zeigt sich doch eine gewisse Wirkung. Denn die Vertreiber dieser Wundergeräte empfehlen nun „begleitende Maßnahmen“, also gut lüften oder den Verputz abschlagen. Dadurch kann sich ein gewisser Erfolg einstellen. Aber der kommt, falls überhaupt, sicher nicht von den „Zauberkasterln“. Wer eine Mauerentfeuchtung durchführen lassen will, sollte sich vergewissern, daß die Methode der Önorm entspricht. Diese Verfahren wurden untersucht, ihre Wirksamkeit ist nachgewiesen.

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