Magnesiumpräparate

Sinnvoll, überflüssig oder gefährlich?

Seite 1 von 10

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 1/2003 veröffentlicht: 16.12.2002

Inhalt

  • Verwirrend großes Angebot
  • Für und Wider aus ernäh-rungsphysiologischer Sicht
  • Es geht auch ohne Pillen und Brausepulver

Schwangere nehmen sie, um nächtlichen Wadenkrämpfen vorzubeugen, Stressgeplagte, um ihre Nerven zu beruhigen, Sportler, um ihren Muskeln Gutes zu tun, und Kranke, um ihr Herz wieder in einen gleichmäßigen Rhythmus zu bringen. Magnesiumpräparate erfreuen sich eines überaus großen Zuspruchs – kein Wunder, sollen sie doch bei allen möglichen Leiden helfen. In der Werbung werden sie einmal als „Salz der Ruhe“, dann als „Fitmacher“ propagiert. Was der vergesslichen Großmutter ebenso wie dem gestressten Manager gut tun soll, muss ja geradewegs eine Art Wundermittel sein.

38 Produkte untersucht

Magnesium-Mittel gibt es als Tabletten, Kapseln, Granulat oder Dragees. Wir können sie auch ohne Verordnung des Arztes als rezeptfreie Arzneimittel in Apotheken kaufen oder als Nahrungsergänzungsmittel in Drogerien und Reformhäusern. Einmal sind es reine Magnesiumpräparate, dann Kombipräparate mit weiteren Nährstoffen. Das Angebot lässt kaum Wünsche offen, doch die Unsicherheit und Verwirrung unter den Verbrauchern ist nicht minder groß. Inwiefern unterscheiden sich die einzelnen Produkte, fragen sie. Welche sind empfehlenswert, welche nicht? Und ist ihre Wirkungsweise überhaupt gesichert? Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und ließen 38 Produkte einer ernährungsphysiologischen Beurteilung unterziehen.

Lebenswichtiger Mineralstoff

Zuvor aber einige grundlegende Informationen. Magnesium zählt zusammen mit Natrium, Kalium und Kalzium zu jenen lebenswichtigen Mineralstoffen, die der Körper nicht selbst herstellen kann, aber zum Überleben braucht. Wichtig ist der Mineralstoff vor allem zur Energiegewinnung in den Muskelzellen. Weiters ist Magnesium an rund 300 Enzymreaktionen beteiligt. Die von der österreichischen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Zufuhr beträgt 350 mg für Männer und 300 mg für Frauen.

Bild: VKI