Gewährleistung und Garantie Extra

Recht und Gnade

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veröffentlicht: 03.08.2005, aktualisiert: 04.04.2011

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Online-Shopping und Gewährleistung

Wenn man eine Ware per Online-Shopping gekauft hat und einen Mangel feststellt, gilt auch hier das Recht auf Gewährleistung. Dieses Recht hat nichts mit dem 7-tägigen Widerrufsrecht zu tun, das es beim Online-Shopping gibt. Das würde ja die gesetzliche Gewährleistungsfrist einschränken, denn ein Mangel kann sich unter Umständen erst später zeigen.

Die Gewährleistung muss beim Online-Shopping immer an jenem Ort stattfinden, an den die Ware versendet wurde. Der Unternehmer kann aber verlangen, dass der Konsument die Ware auf Kosten des Unternehmers zurückschickt, damit sie ausgetauscht oder repariert wird.

Schriftlich reklamieren


Nun gibt es allerdings Online-Händler, die unfreie Pakete nicht annehmen. Will man Gewährleistung geltend machen, sollte man zuerst beim Händler schriftlich reklamieren. Dies tut man am besten per eingeschriebenem Brief, denn E-Mails können verloren gehen. 

Rücksendung kostenlos


Im Schreiben sollte man nicht nur  den Mangel der Ware genau beschreiben, sondern auch fordern, dass die Rücksendung kostenfrei erfolgen muss, wie es die Gewährleistung vorsieht. Der Händler kann auch einen Paketdienst beauftragen, der die Ware auf seine Kosten vom Konsumenten abholt.

Mehr zum Thema Online-Shopping finden Sie in unserem "Extra: Online-Shopping".

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Kommentare

  • Set oder Bindung
    von REDAKTION am 20.03.2012 um 11:45

    Wenn Verbesserung oder Austausch nicht möglich sind, haben Sie das Recht auf Wandlung des Kaufvertrages. Dieses gilt für das gesamte Set, das Sie gekauft haben.

    Ihr Konsument-Team

  • Gewährleistung für Set oder Bindung
    von norgas am 19.03.2012 um 15:52
    Die Frage die sich für mich stellt ist die, ob in meinem Fall die Gewährleistung und gegebenenfalls das Recht auf Wandlung für das Set (Bindung + Ski) gilt oder nur für die Bindung? Beides sind verschidene Hersteller. Das Set wurde aber beim Händler montiert (somit hergestellt?). Wenn es auf eine Wandlung hinausläuft, weil eine Nachbesserung nicht möglich icht, möchte ich aus den genannten Gründen keine andere Bindung auf dem Ski.
  • Gebrochene Steighilfe
    von REDAKTION am 19.03.2012 um 15:25

    Zuständig für die Gewährleistung ist in erster Linie der Händler, bei dem das Skiset gekauft wurde. Verbesserung oder Austausch müsssen innerhalb angemessener Frist erfolgen. Wir raten daher, eine Frist von 14 Tagen zu setzen. Wandlung ist dann möglich, wenn eine Verbesserung oder ein Austausch unmöglich ist, etwa wenn Verbesserung oder Austausch für den Verkäufer einen unverhältnismäßig hohen Aufwand darstellen würden oder wenn Ihr Vertragspartner Verbesserung oder Austausch ablehnt oder damit in Verzug kommt.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Gewährleistung
    von norgas am 19.03.2012 um 14:54
    Habe mir heuer im Winter ein Skitourenset bestehnd aus Bindung und Ski gekauft. Nun ist mir schon zum zweiten mal die Steighilfe der Bindung abgebroche. Beim estenmal wurde die Bindung Diskussionslos ausgetauscht. Beim zweiten mal wurde dies zumindest zugesichert. In verschiden Berforen findet man Einträge über dasselbe Problem. Diese Steighilfe ist mittels eine Kunststoffplatte angeschraubt die keine genügende Fetigkeit aufweist. Meines Erachtens ist ein Konstruktionsfehler und es ist nur eine Frage der Zeit bis das Problem wieder auftritt. Meine Frage: Was für Fristen muss ich einem Hersteller einräumen um ein solches Problem zu lösen? Falls es keine Lösung gibt, habe ich dann das Recht den ganzen Kauf, des ganzen Sets, zu wandeln? Die Montage einer neuen Bindung bedeutet das bohren von neuen Löchern, was den Ski schwächen würde, und zudem besteht die Gefahr von eindringendem Wasser in den alten Löchern.
  • Mängel an Küchenherd
    von REDAKTION am 28.02.2012 um 11:14

    Die Frist, innerhalb der man die gesetzliche Gewährleistung geltend machen kann, beträgt zwar zwei Jahre, allerdings gibt es eine Einschränkung: Wird die Gewährleistung später als 6 Monate nach dem Datum der Übergabe an den Käufer geltend gemacht, muss der Käufer nachweisen, dass der Fehler schon bei der Übergabe der Ware bestanden hat. Sie müssten also nachweisen, dass der Fehler im Herd schon von Anfang an vorhanden war.

    So eine Nachweis ist meistens leider nur im Rahmen eines Gerichtsverfahrens mithilfe des Gutachtens eines gerichtlich beeideten Sachverständigen möglich. Wenn es ein teurer Herd war und Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, die diesen Fall deckt, ist dies eine Überlegung wert. Eine Klage wäre aber rasch einzubringen, denn die 2-Jahres-Frist nach dem Kauf des Herdes läuft bald ab.

    Ihr KONSUMENT-TEAM

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