Wildunfälle

Wild hat wieder Saison

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Konsument 11/2005 veröffentlicht: 18.10.2005, aktualisiert: 21.10.2005

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Was Sie bei Wildunfällen wissen sollten.

Hochsaison für Wildwechsel

Vor allem die Zeit zwischen September und November gilt als Hochsaison für Meister Lampe, Bambi & Co. Besonders häufig kracht es in den frühen Morgen- und Abendstunden.

Wer haftet für Schaden?

Nach dem ersten Schreck stellt sich die Frage, welche Versicherung für die Schäden aufkommt. Wäre ein anderer Autofahrer schuld, ist es dessen Haftpflichtversicherung. In diesem Fall ist bei der „gegnerischen Partei“ aber nichts zu holen. Die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung wiederum ersetzt lediglich Schäden der übrigen Fahrzeuginsassen und Dritter, aber nicht die am eigenen Auto. Bleibt nur eine separate Wildschadenversicherung im Rahmen einer Kollisions- oder Elementarkaskoversicherung oder eines Sicherheitspasses bzw. Schutzbriefs bei einem Autofahrerclub. Bei letzteren werden 80 Prozent der Reparaturkosten ersetzt, höchstens 600 Euro. Die durchschnittliche Schadenssumme liegt jedoch bei 1500 Euro.

Kollisionskaskoversicherung 

Mit einer Kollisionskaskoversicherung sollten Sie in jedem Fall aus dem Schneider sein, denn sie deckt „alle Unfallschäden, die als Folge von plötzlich von außen einwirkenden Ereignissen“ auftreten. Außer Sie haben grob fahrlässig gehandelt; als grobe Fahrlässigkeit wertete ein Gericht etwa das Aufheben einer Zigarette vom Boden.

Elementarkasko

Bei der Elementarkasko gelten jedoch von Versicherer zu Versicherer unterschiedliche Bedingungen: Bei manchen Anbietern sind Kollisionen mit allen Tieren – also auch mit Schafen, Katzen oder Hunden – gedeckt, bei anderen und vor allem in älteren Verträgen wird der Versicherungsschutz beispielsweise auf Haarwild beschränkt. Außerdem gilt dieser meist nur dann, wenn das Tier direkt in Ihr Auto läuft. Die Folgekosten riskanter Ausweichmanöver werden also nicht vom Versicherer übernommen! Denn, so die Begründung der Versicherer, nur wenn sich die Spuren der Kollision am Auto nachweisen lassen, ist sichergestellt, dass das Auto nicht aus anderen Gründen von der Fahrbahn abkam. Mitleid mit einem aufgescheuchten Fasan kann also teuer zu stehen kommen. Eine Rolle kann dabei auch die Größe der Tiere spielen. Denn wer einem Rehbock ausweicht, verhindert damit wahrscheinlich größeren Schaden (am Auto, wohlgemerkt!), während Meister Lampe bei einer Frontalkollision vielleicht nur eine unbedeutende Delle verursacht hätte.

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