Kriminalität: Teppich-Trick

Besuch vom Teppichhändler

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Konsument 12/2006 veröffentlicht: 10.11.2006

Inhalt

Wer in der Türkei oder in Tunesien einen Teppich gekauft hat, kann zu Hause Monate oder Jahre später zum Opfer einer Betrügerbande werden.

Besichtigung einer Teppichknüpferei

Beim Urlaub in Tunesien oder in der Türkei wird oft auch eine Teppichknüpferei besichtigt. Und in Ferienlaune wählt man eines oder mehrere edle Stücke. Seit einiger Zeit, so berichtet die Kriminalpolizeiliche Beratung des Innenministeriums, können diese Teppichkäufer danach um viel Geld erleichtert werden. Sie erhalten einen Anruf, wo gefragt wird, wie zufrieden sie mit den Teppichen seien.

Teppiche als Pfand

Ist eine Gesprächsbasis hergestellt, erzählt der Gauner von einer geplanten Geschäftsgründung in Österreich. Leider aber habe der österreichische Zoll seine Teppiche konfisziert. Dann wird unverblümt um ein Darlehen in fünfstelliger Euro-Höhe ersucht. Sollte der oder die Angerufene darauf einsteigen, kommt ein Besucher ins Haus, der das Geld abholt und dem gutgläubigen Opfer mehrere Teppiche überlässt: „Hier als Pfand, meine teuersten Stücke!“

Wertlose Massenware

Natürlich sieht man danach sein Geld nie wieder. Und die Teppiche entpuppen sich bei der Prüfung durch einen Experten als wertlose Massenware. Oft ist die Geschichte hier nicht zu Ende. Die Betrüger kommen immer wieder auf das Opfer zu, tischen neue Märchen auf und fordern weitere erhebliche Summen – entweder mit der Mitleidsmasche oder durch massive Drohungen. In einigen Fällen wurden Betrogene um ihre gesamten Ersparnisse gebracht. Daher: Derartige Kontaktversuche sofort abbrechen und Unbekannte nicht in die Wohnung lassen!

Informationen zum Thema Auslandskauf von Teppichen gibt es auch auf www.europakonsument.at .

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