Ehrlich gestanden: Als Nicht-Steirer kommt einem der Kult, den die Bewohner der Grünen Mark um ihr Kernöl machen, etwas – nun ja, übertrieben vor. Spätestens nach einem Urlaub in der Steiermark versteht man aber, warum die Steirer ihr Öl so lieben. Es schmeckt tatsächlich großartig.
Heiß begehrt, gut verkauft
Und weil das grün-schwarze, nussig-aromatische Öl inzwischen außer in der Steiermark
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| Vorbildlich: Die Kennzeichnung des "Steirischen Kürbiskern- öls“ von Steirerkraft lässt keine Fragen offen. Zur Nachahmung empfohlen! |
Diese Fragen beschäftigen uns schon lange. Umso mehr, als branchenintern zu hören ist, dass der Rohstoff fürs Kernöl keineswegs, wie auf den meisten Ölflaschen suggeriert, ausschließlich aus der Steiermark kommt. Also her mit einem Kernöl-Test, um herauszufinden, was Sache ist.
Auf Isotope untersucht
Klingt einfach, doch die Tücke steckt im Detail. Ein Nachweis der Herkunft gelingt nämlich nur mit der sogenannten Isotopenmethode. Dabei werden die Kohlenstoffverhältnisse des untersuchten Kernöls mit jenen der Bodenproben aus den Anbaugebieten der Ölkürbisse verglichen. Aussagekräftig ist dieser Test aber nur, wenn auf den Feldern über einen längeren Zeitraum mehrfach Proben gezogen werden. Das ist naturgemäß sehr kostenintensiv und ohne einen strategischen Partner, wie etwa die steirische Landesregierung, die bereits seit Längerem Bodenproben zieht, für uns allein nicht zu schaffen.
Untersuchung ist überfällig
Nächste Hürde: Noch wird diese Untersuchungsmethode von Experten als sehr unsicher eingestuft. So sind in Ungarn angebaute Kerne jenen aus der Steiermark im Isotopenmuster zum Verwechseln ähnlich. Sehr wohl möglich ist dem Vernehmen nach aber die Unterscheidung von europäischer und chinesischer Ware. Wir hoffen, dass im kommenden Jahr ein diesbezüglicher Test gelingt. Dass eine solche Untersuchung überfällig ist, sehen Sie im Folgenden.
Vorstellung eines österreichischen Produktes
Was verbinden die meisten Konsumenten mit dem Wort „Kernöl“? Natürlich die Steiermark, wo auf den Feldern zwischen den Weingärten die großen orange-grünen Ölkürbisse, auch Plutzer genannt, heranreifen. Genau diese Vorstellung von einem zutiefst österreichischen Produkt bringen so gut wie alle Ölverkäufer fett ins Bild. Kaum ein Flaschenetikett, das nicht in Grün, manchmal auch in Weiß und Grün, den Landesfarben der Steiermark, gehalten ist. Und am häufigsten zu sehen: jede Menge orange-grüne Kürbisse.
In der Tabelle finden Sie:
, Ja! Natürlich Österreichisches Kürbiskernöl, Lugitsch Bio-Kürbiskernöl, Meinl's Kürbiskernöl , So wie's wächst Kürbiskernöl, Natur Pur Bio-Kürbiskernöl, F.Url Kürbiskernöl, Murhof Wies'n Steirisches Kürbiskernöl, Pelzmann Steirisches Kürbiskernöl , Steirerkraft Steirisches Kürbiskernöl , Weinhandl Echt steirisches Kürbiskernöl , Clever Echtes Kürbiskernöl , Delikatessa Echtes Kürbiskernöl, Hötzl Kürbiskernöl, Kerngold Echtes Kürbiskernöl, Kleinschuster Ölmühle 100% reines Kürbiskernöl, Ölmühle Birnstingl Echtes Kürbiskernöl, Pelzmann Kürbiskernöl , Samenkönig Kürbiskernöl , S Budget Kürbiskernöl, Sonnenreife 100% echtes Kürbiskernöl
