Ohrenschmalz: Übetriebene Hygiene

Mehr Schaden als Nutzen

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Konsument 7/2009 veröffentlicht: 09.07.2009

Inhalt

Zahlreiche Präparate und Hilfsmittel, die den Gehörgang von Ohrenschmalz befreien sollen, schaden mehr als sie nutzen.

Geranien-, Mandel-, Mais- oder Wacholderöl: Körperhygiene ist wichtig, Übertreibungen sind der Gesundheit allerdings abträglich. Zahlreiche Präparate und Hilfsmittel, die den Gehörgang von Ohrenschmalz befreien sollen, schaden mehr als sie nutzen. Darin enthaltene Substanzen wie Geranien-, Mandel-, Mais- oder Wacholderöl, Kamillenextrakt, Alkohol und Glyzerin haben im Gehörgang nichts verloren.

Wattestäbchen ...

Selbst Wattestäbchen eignen sich nicht sonderlich gut, um Sekret aus dem Gehörgang zu entfernen; häufig wird es nur tiefer hineingestopft. In der Regel ist Ohrenschmalz unproblematisch, denn die Selbstreinigung des Ohres funktioniert normalerweise gut.

... oder doch warmes Wasser

Bei starker Sekretion und verhärtetem Schmalz genügt es, beim Duschen etwas warmes Wasser ins Ohr rinnen zu lassen – allerdings nur, wenn der Gehörgang nicht entzündet ist. Hat sich ein Pfropfen im Ohr gebildet muss dieser vom Arzt entfernt werden.

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