Brot und Gebäck

Semmeln auf Knopfdruck

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Konsument 2/2011 veröffentlicht: 20.01.2011, aktualisiert: 26.05.2011

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Statt vom Bäcker kommt frisches Gebäck immer öfter aus dem Aufbackautomaten im Supermarkt.

Knusprige Salzstangerl und Mohnflesserl, Vollkornweckerl oder ein Laib saftiges Schwarzbrot: Brot und Gebäck sind in Österreich Grundnahrungsmittel. Schon ein Blick in die Regale einer kleinen Bäckerei lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Geruch lockt Kunden an

Am unwiderstehlichsten ist aber der Duft nach frischen Backwaren. Genau damit operieren inzwischen auch die Supermärkte. Kaum eine Filiale, in der nicht in der Nähe des Eingangs eine Aufbackstation steht, die den Geruch von ofenwarmem Gebäck bis auf die Straße verbreitet. Dass sich dieses gezielte Duftmarketing lohnt, zeigen die Verkaufszahlen: Geschätzte 50 Prozent all dessen, was wir uns täglich ins Brotkörberl legen, stammt bereits aus dem Lebensmitteleinzelhandel. 

Wer beliefert Spar und Rewe?

Doch woher kommt die Ware und was wandert eigentlich in die Aufbackstationen? Wir fragten bei den zwei größten österreichischen Lebensmittelketten, Spar und Rewe, nach. Im Reich mit der grünen Tanne hielt man sich erstaunlich bedeckt. "Wir haben über 400 regionale Bäcker, die jeden Tag direkt frische Ware in die Märkte liefern", ließ uns Spar wissen. Und natürlich tiefgekühlte Semmeln & Co, die in den Filialen aufgebacken werden. Namen von Lieferanten wollte man keine nennen.

Rewe offener als Spar

Im Vergleich zu dieser Geheimnistuerei präsentierte sich Rewe erstaunlich offen. "Rund 90 bis 95 Prozent aller Brot- und Gebäckprodukte bei Billa, Merkur, Penny und Adeg kommen aus Österreich", teilte uns Corinna Tinkler, Pressesprecherin von Rewe International, mit. Als Partner wurden uns die Firmen Kuchen-Peter (ein Großbetrieb in Hagenbrunn/NÖ), die Wiener Großbetriebe Anker, Ströck und Mann, der Grazer Traditionsbäcker Sorger und die Bio-Bäckerei Schmitzberger (Braunau/OÖ) genannt.

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
2 Stimmen

Kommentare

  • Gute Idee der Artikel!
    von escargot am 21.02.2011 um 22:45
    Vorweg: Ich habe die auFgebackenen Dinger, die sich Semmeln nennen auch komplett satt! Aber so einfach wie Sie es schildern ist es halt leider nicht: Gehen wir wieder in die Bäckerei statt in den Supermarkt um uns unser Gebäck dort zu kaufen, das stärkt die regional Wirtschaft und ist sicher ein Beitrag gegen die Globalisierung ... ja, wenn s so einfach wäre ... Tatsache ist aber, dass es z.B. im 16.Bez. KEINE einzige Bäckerei mehr gibt, die auSgebackene statt auFgebackener Semmeln anbietet!!! Ströck, Anker, Der Mann u.a. Großunternehmen dominieren die Bäckerlandschaft, keine Spur vom Bäck ums Eck, der noch selbst bäckt! Wo also soll ich hier meine auSgebackenen Semmeln hernehmen???
  • Keine Werbung
    von REDAKTION am 14.02.2011 um 14:20

    Wir testen nicht nur Produkte, sondern gehen auch regelmäßig in heimische Betriebe, um uns vor Ort zu informieren. Daraus entstehen gelegentlich Reportagen, wie jene über Johannes Bachhalm aus Kirchdorf an der Krems, der für den Papst eine Weihrauch-Schokolade erfunden hat (Konsument 7/2009). Oder über "Teekanne", den größten heimischen Abfüller von Kräuter- und Früchtetess im Beutel (Konsument 12/2010). Für unseren Beitrag über Brot und Gebäck gingen wir in die Backstube von Josef Schrott, Innungsmeister der österreichischen Bäcker, um an einem konkreten Beispiel zu zeigen, dass es abseits der Aufbacköfen im Supermarkt auch noch eine Backtradition ohne industrielle Fertigprodukte gibt. Wenn in diesem Text für etwas Werbung gemacht wird, dann für österreichisches Handwerk.

    Ihr Konsument-Team

  • Brot und Gebäck - Schrottwerbung
    von 1122 am 13.02.2011 um 11:52
    Die als "Reportage" bezeichnete halbseitige Werbeeinschaltung für die Bäckerei Schrott verstößt gegen die statutengemäße Werbefreiheit von "Konsument" und erschüttert das Vertrauen in die Objektivität und Unparteilichkeit der Zeitschrift. Grotesk wird es, wenn "Konsument", der immer vor zu viel Zucker und Salz in den Lebensmitteln warnt, im letzten Satz hervorhebt, dass die Brezeln von Schrott, ob "süß oder salzig" "bei Kindern ein Hit" sind. So wie zahlreiche andere Sätze in dieser "Reportage" ein reiner Werbeslogan! Wie konnte ein derartiger Artikel, der nur Selbstdarstellung ist und kein sachlicher, mit konkreten Mitbewerbern vergleichender Test, in die Zeitschrift gelangen? Es gibt noch viele andere Bäckereien, die ebenfalls nicht aufbacken und ebenfalls keine Fertigmischungen verwenden.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo