Handys: Schmäh mit Feuchtigkeitsschaden

Urteil eines Musterprozesses

Seite 1 von 1

Konsument 2/2008 veröffentlicht: 22.01.2008, aktualisiert: 24.01.2008

Inhalt

Die Arbeiterkammer führte einen Musterprozess - hier das Urteil.

Schmäh mit Feuchtigkeitsschaden

Wenn das Handy kurz nach dem Kauf streikt und Konsumenten reklamieren, wird die Beschwerde oft mit dem Hinweis abgeschmettert, dass es sich um einen Feuchtigkeitsschaden handelt. Einen solchen Fall nahm die Arbeiterkammer nun zum Anlass für einen Musterprozess. Dabei wurde das Gutachten eines Sachverständigen eingeholt. Es ergab, dass die Aussetzer des Geräts auf einen Fehler in der Elektronik zurückzuführen waren. Daher gab das Gericht der Klage statt. Anzunehmen ist, dass ein Feuchtigkeitsschaden öfter vom Händler vorgeschoben wird, um die Gewährleistung nicht erfüllen zu müssen. Der Streitwert einer solchen Klage beträgt übrigens 9000 Euro. Aufgrund dieses Prozessrisikos ist klar, dass wegen eines defekten 99-Euro-Handys niemand vor Gericht ziehen wird.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
10 Stimmen

Kommentare

  • ebenso erlebt
    von screenworker am 20.02.2013 um 10:45
    Hello, Ich habe so ein Samsung Galaxy S3 zu Hause liegen, das wegen einem angeblichen Wasserschaden abgelehnt worden ist, es lässt sich nicht mehr laden, das Handy war damals knapp ein Jahr alt. Ich finde es eine Frechheit Kunden damit abzuwimmeln. Ich weiß das das Mobile nicht ins Wasser gefallen ist , sondern nur benutzt worden ist, dazu ist es da. Wenn Samsung weiß das der Usbstecker Korrosionsanfällig ist , dann sollten sie den USB Port auch schützen. Ich hab mir damals extra ein ungebrandetes S3 gekauft, da tut das noch mehr weh -D Derzeit haben wir wieder ein Samsung, ein Galaxy Note 2, ist gerade bei Drei zur Reparatur, UsbPort und Kabel sind bei Verwendung der Originalladegeräts geschmolzen -( bg C.Schwarz
KONSUMENT-Probe-Abo