Algen

Vorsicht, Jod!

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Konsument 1/2002 veröffentlicht: 01.01.2002

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Algen oder Seetang gelten als besonders wertvolle Nahrungsmittel. Doch was in Japan oder China so gesund ist, kann bei uns sogar riskant sein.

Mit der Verbreitung von Restaurants aus China, Japan, Korea oder Thailand erlangten die essbaren Arten dieser Wasserpflanzen auch bei uns Bekanntheit. Sie dienen als geschmacksgebende Zutat in Suppen und Saucen, werden in der asiatischen Küche auch als Salat oder Beilage verarbeitet und zum „Einrollen“ von Sushi verwendet. Bei uns werden diese Meerespflanzen nur getrocknet angeboten.

Lebenswichtiges Spurenelement
Als besonders wertvoll gilt, dass sie viel Jod enthalten. Dieses lebenswichtige Spurenelement ist in unseren Breiten Mangelware. Grund: Während der letzten Eiszeit wurde das vorhandene Jod durch die schmelzenden Gletscher ins Meer geschwemmt.

Schilddrüse

Unser Körper ist jedoch auf eine gewisse Menge Jod angewiesen: Die Schilddrüse – ein „Schlüsselorgan“ für das Funktionieren unseres Stoffwechsels – benötigt davon zirka 0,2 Milligramm täglich. Mit der Zeit hat sich unsere Schilddrüse auf die Mangelsituation eingestellt. Jedes „Zuviel“ an Jod bringt sie aus dem Takt. Das kann ernsthafte Folgen haben: Schilddrüsenleiden können zum Ausbruch kommen, bei einer Überfunktion der Schilddrüse kann eine Überdosis Jod sogar einen lebensgefährlichen Schock auslösen.

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